Westsachsen zu bestimmend

Die Handballer aus der Kreisstadt bleiben Zehnte der Bezirksliga. Sie lieferten dem Tabellendritten einen forschen Kampf, Punkte gab's dafür nicht.

Annaberg-Buchholz.

Gegen die Zweite des Zwickauer Handballclubs Grubenlampe war letztlich für die Männer des HC Annaberg-Bucholz kein Kraut gewachsen. Auch deshalb, weil mit Falko Repmann, Stefan Herklotz, Michael Schindler und Thomas Rösch vier Stützen in den Reihen der Kreisstädter fehlten. Deshalb konnte Trainer Uwe Eger mit dem 20:28 (6:13) durchaus leben. Er sah sogar Positives.

Die favorisierten Gäste, die in der Bezirksliga nur drei Zähler hinter Tabellenführer Weißenborn und nur einen hinter Aue/Schneeberg liegen, reisten mit einer gut besetzten Bank an. Eger hingegen musste auf Spieler der zweiten Mannschaft zurückgreifen, um Wechseloptionen zu haben. Zunächst schien sich das nicht auszuwirken, denn Benjamin Hartig schloss nach Balleroberung einen schnellen Konter nach 38 Sekunden zum 1:0 ab. Ein Strohfeuer. "Denn danach schien alles wie verhext. In der Abwehr hatten wir Probleme, um die körperlich deutlich überlegenen Zwickauer an Würfen beziehungsweise an Zuspielen zum Kreis zu hindern", sagte der Torschütze. Zudem stellten die Gäste eine überragende Abwehr. Und da der HCAB auf keinen effektiven Rückraumwerfer zurückgreifen konnte, musste er vor jedem Tor eine Lücke suchen und finden - was unmöglich schien. Resultat: Nach 16 Minuten leuchtete ein 1:6 von der Anzeigetafel, bei Halbzeit ein 6:13. Die zwischenzeitliche Erlösung, die Lukas Schmidt nach 20 Minuten mit dem zweiten Tor dem HCAB zu bringen schien, hatte da gefruchtet. Zumindest erhöhte sich der Vorsprung der Westsachsen kaum mehr. "Allerdings blieb es ein intensiver Kampf, ein Dagegenhalten mit allen Mitteln", so Hartig.

Der Trainer motivierte in der Kabine seine Männer, lobte sie für den Kampf. Er betonte dabei, die einfachste Möglichkeit zu suchen, um gegen diese Abwehr Tore zu erzielen. "Schnelligkeit und die zweiten Wellen sind die effektivsten Waffen", so Eger. Ohne hängende Köpfe gingen die HCAB-Männer in die zweite Hälfte, wehrten sich tapfer. "Erwähnenswert ist sicher unser Torhüter Michael Reinhold, der uns mit Glanzparaden vor Schlimmerem bewahrte", lobte der Trainer. Die Gäste verteidigten ihre Führung jedoch ohne große Probleme, nur beim 13:18 (40.) kamen die Gastgeber einmal bis auf fünf Tore an sie heran. Danach zogen die Zwickauer wieder an - und aufs 20:28 davon. "Wir haben verloren, aber gekämpft und nie aufgegeben", sagte Benjamin Hartig, der das letzte Tor für den HCAB erzielt hatte. Angesichts der vielen jungen Akteure befand auch Uwe Eger: "Es war kein schlechtes Spiel." (mit ben)

 

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