Wettkampf bietet zwei Premieren

Erstmals ist in Zschopau ein Sachsenpokal-Wettbewerb ausgetragen worden, bei dem neben Sprungski auch Inliner gefragt waren. Dabei feierte die Tochter eines dreifachen Olympiasiegers ihr Debüt.

Zschopau.

Irgendwann in den 1990er-Jahren müsse das gewesen sein, sagt Jens Weißflog. Doch so ganz genau kann sich die Skisprung- Legende aus Oberwiesenthal nicht mehr erinnern, wann er in Zschopau den Schanzenrekord aufgestellt hat. 47 Meter waren das, erreicht im Jahr 1992. Am Samstag war dies dem 54-Jährigen aber völlig egal, denn bei seiner Rückkehr an den Zschopenberg ging es nicht um ihn, sondern um seine Tochter Greta. "Das ist ihr erster großer Wettkampf", sagte Weißflog - und betonte, dass dies nicht auf sein Drängen hin geschah. "Sie macht das von sich aus", sagte der dreifache Olympiasieger über die Siebenjährige, die zu den 85 Teilnehmern am Sachsenpokal-Wettbewerb in Zschopau gehörte.

Weil Greta Weißflog erst seit einem halben Jahr trainiert - und das auch noch auf sehr kleinen Schanzen am heimischen Fichtelberg - kam es für sie in Zschopau nicht auf die Weite an. "Keine Erwartungshaltung, Hauptsache heil bleiben", lautete das vom mitfiebernden Papa vorgegebene Motto, das die Siebenjährige auch umsetzen konnte. Nach Weiten von 5 und 5,5 Metern, die ihr in der Mädchen-1-Klasse den sechsten Rang bescherten, meisterte die junge Starterin des WSC Erzgebirge Oberwiesenthal ebenso das anschließende Inliner-Rennen der Nordischen Kombinationen ohne Sturz. "Auch das hat sie zum ersten Mal gemacht. Zwei Tage zuvor hat sie zum ersten Mal auf Inlinern gestanden", so Jens Weißfolg.

Während Greta Weißfolg zu den wenigen Anfängern gehörte, standen für viele andere durchaus Ehrgeiz und Platzierung im Vordergrund. Schließlich kämpften die Vertreter der Altersklassen 8 bis 13 um Punkt für die wichtigste sächsische Wettkampfserie. Dementsprechend aufgeregt waren auch die beiden Lokalmatadoren. Emil Vogel war seine Aufregung anzumerken. "Wegen des Nervendrucks ist er zu zeitig abgesprungen", analysiert Trainer Achim Schaale den Auftritt seines M-9-Schützlings, der mit Weiten von 9 und 9,5 Metern Sechster im Springen wurde. Deutlich besser lief es für Franz Dippe (M 10). Er sprang weiter als je zuvor (21/20,5 m) und landete somit auf Platz 5. Dass er im anschließenden Inliner-Rennen, sonst nie von ihm geübt, nur hinterherlief, trübte die Freude nicht. Generell waren die Zschopauer mit dem Wettkampf, abgesehen von einem kurzen Stromausfall am Nachmittag, rundum zufrieden.

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