Wettkampf mit Hindernissen

Zehn Athleten des LC Oelsnitz haben am Festungslauf in Königstein teilgenommen. Schon vor dem Start gab es Ärger.

Oelsnitz.

Für Laufsportler sind Zeiten normalerweise das Wichtigste. Doch für die Mitglieder des Laufclubs Oelsnitz-Erzgebirge sah das am Wochenende ausnahmsweise ein bisschen anders aus. Mit zehn Sportlern war der Verein nach Königstein in die Sächsische Schweiz gereist. Dort stand am Freitag der jährliche Festungslauf auf dem Programm. 7,8 Kilometer vom Zentrum des Ortes Königstein bis hinauf zur berühmten Festung schlängelte sich die Route.

Die Oelsnitzer Delegation hatte allerdings bereits vor Startbeginn richtig schlechte Laune. "Der Start um 18.30 Uhr war aus unserer Sicht schon nicht optimal", sagt Stephan Schmidt, Sprecher des Vereins. Die ersten Athleten seien nach der Arbeit zwar bereits gegen 15.30 Uhr fortgekommen, infolge mehrerer Unfälle auf der A 4 sei der Zeitdruck dann allerdings immer größer geworden. "Nur dank unserem Vereinschef Jens Bock hat es die letzte Gruppe dann geschafft, fünf Minuten vor dem Startschuss in Königstein zu sein", so Schmidt, der sich über die Organisatoren ärgert. Er habe die Verantwortlichen gebeten, den Start um wenige Minuten hinauszuschieben, sei aber auf taube Ohren gestoßen. "Bei ähnlichen Sportveranstaltungen in der Vergangenheit ist das schon möglich gewesen", sagt er.

Das, wie er sagt, fehlende Entgegenkommen, habe durchaus Auswirkungen gehabt. So seien fünf Oelsnitzer Läufer gezwungen gewesen, sofort nach der Ankunft loszulaufen - ohne, dass sie sich vorher erwärmen konnten. "Dadurch hat es keine sportlich faire Entscheidung geben", so Schmidt, der auch mit den Bedingungen nach der Ankuft nicht zufrieden war. "Es war schwer bis unmöglich, gute Bedingungen für das Umziehen und Duschen zu finden."

Trotzdem hätten die Oelsnitzer aber das Beste aus den Begleitumständen gemacht und "Zusammenhalt demonstriert", wie Schmidt betont. Zeiten zwischen 33 und 50 Minuten seien eingedenk des steilen Profils der Strecke nicht schlecht. Die beste Leistung erzielte Maik Bock, der in seiner Altersklasse Elfter wurde und in 33:48 Minuten Gesamtrang 29 belegte. Ihm folgten Jörg Kretschmar auf Gesamtplatz 46, der Vierter seiner Altersklasse wurde, sowie Marcel Vogel (49./9.). Ursula Weigel von der LG Thalheim wurde starke Zweite in ihrer Altersklasse (W 60) und landete insgesamt auf Position 410 unter den insgesamt 785 Teilnehmern.

Der Festungslauf war die zehnte Station innerhalb des Sachsen-Cups, der am 24. August - wieder freitags - seine Fortsetzung findet. Dann steht der Tauchsche Stadtlauf in Taucha auf dem Programm.

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