Wettstreit bietet Aktiven und Zuschauern besonderes Flair

Nach langer Pause ist vorgestern im Zentrum von Johanngeorgenstadt wieder ein Skilanglauf am Abend ausgetragen worden. Damit trat der Wintersportverein zugleich in die Fußstapfen der Tauchsportgruppe.

Johanngeorgenstadt.

Die Fenster des Johanngeorgenstädter Rathauses sind von Schwibbogen beleuchtet, Straßenlaternen sorgen zusätzlich für romantische Stimmung. An der dunkelsten Stelle der 500 Meter langen Runde spendet das Spurgerät mit seinen Scheinwerfern Licht. Es ist knackig kalt. Glühwein und Tee lassen sich gut verkaufen. Denn nicht nur mehr als 70 Aktive, die an der Stadtmeisterschaft sowie am dritten Wettstreit der Serie um den Johann-Georg-Cup, die aus Crosslauf, Inliner-Wettbewerb und eben jenem Skilanglauf besteht, teilnehmen wollen, sind ans Rathaus gekommen. Auch viele Einwohner und ein paar Urlauber lassen sich am Sonnabend das ungewöhnliche Treiben nicht entgehen.

"Ich halte das Ganze für eine gute Mischung aus Tourismus und wettkampforientiertem Wintersport mit hohem Spaßfaktor", sagt Bürgermeister Holger Hascheck sichtlich erfreut. Nach vielen Jahren Pause erlebt Johanngeorgenstadt einen abendlichen Skilanglauf-Wettkampf im Stadtzentrum. Veranstalter ist der einheimische Wintersportverein (WSV), der so an eine Idee anknüpft, die ursprünglich von Christian Herrmann als sportbegeistertem Einwohner stammt. "Er holte den City-Nacht-Sprint in die Stadt und hatte uns als Tauchsportgruppe um Unterstützung beim Ausrichten gebeten", erklärt Andreas Richter, der noch heute zum Tauchsportverein gehört. Fünfmal habe es dann den City-Nacht-Sprint mit Unterstützung der Gruppe gegeben, die Federführung lag in unterschied- lichen Händen. Dass jetzt der WSV den Gedanken aufgreift, sorgt bei Richter für zwiespältige Gefühle: "Ich sehe es mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Jede Veranstaltung in unserer Stadt ist gut und bringt uns voran. Aber ich bin auch etwas traurig, weil wir es als Tauchsportgruppe nicht mehr machen."

Für Natalie Kain vom SV Stützengrün war es eine Premiere. "Ich bin noch nie bei einem Nacht-Sprint gewesen. Das Feuerwerk fand ich richtig schön", sagt die Zehnjährige. Die 17-jährige Paula Neubert zeigt sich vom Flair begeistert. "Durch die Lichter hat es seinen Reiz, es ist etwas ganz Besonderes." Obwohl sich die Loipe direkt im Stadtzentrum befindet und das ja kein typisches Langlaufgebiet ist, sei die Spur gut hergerichtet gewesen. "Es ist ja auch ein schöner Winter mit viel Schnee." Jens Münzner aus Johanngeorgenstadt, der für den SC Carlsfeld startet, wollte den dritten Lauf der Cup-Serie unbedingt bestreiten. "Das ist doch mal eine ganz andere Idee. Drei verschiedene Sportarten. Mir persönlich liegt der Skilanglauf am besten." Die Stimmung bei der Abendveranstaltung sei eine ganz spezielle gewesen, so Münzner.

Für die Organisatoren bedeutet die Variante im Stadtzentrum viel zusätzliche Arbeit. "Das ist ein Kraftakt für die ehrenamtlichen Helfer", betont auch Bürgermeister Hascheck und fügt an: "Einige sind seit dem Vormittag da, weil wir ja vor dem Langlauf schon die Mini-Olympiade hatten." An dieser nahmen knapp 40 Kinder aus Johann'stadt und Tschechien teil. www.wsv08johanngeorgenstadt.de

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