Wintersportler auch ohne Ski schnell unterwegs

Der 29. Gelobtländer Waldlauf hat 135 Sportler an den Start gelockt. Dabei ragte ein junger Langläufer heraus.

Gelobtland.

Ein großes Starterfeld hat der 29. Gelobtländer Waldlauf angelockt. Mit 134 Teilnehmern waren die Organisatoren des ATSV Gebirge/Gelobtland um Abteilungsleiter Uwe Albrecht zufrieden, zumal am gleichen Tag weitere Laufveranstaltungen in der Region stattfanden. Sportler im Alter von bis 74 Jahren waren aus 18 Vereinen beziehungsweise Orten angereist. Das zeigt, dass der Crosslauf in den Wäldern am Rätzteichgebiet sich weiterhin großer Beliebtheit erfreut.

ATSV-Nachwuchstrainer Danilo Schneeweiß bilanzierte nach dem Lauf: "Es war wieder ein sehr schöner Wettbewerb bei bestem Laufwetter. Die Wintersportvereine wie der SSV Geyer, der SSV 1863 Sayda, Pulsschlag Neuhausen oder der Einsiedler Skiverein waren mit starken Nachwuchssportlern vertreten, die unseren Startern Paroli boten". Trotzdem stellte der ATSV die meisten Sieger (12), gefolgt von den Leichtathleten des TSV 1872 Pobershau, die fünfmal Platz 1 belegten. "Aus unserem Verein hat vor allem Toni Rollinger eine sehr gute Leistung gezeigt", so Schneeweiß: "Er war mit 17:56 Minuten der mit Abstand schnellste Läufer über fünf Kilometer." Der 15-Jährige, der am Sportgymnasium in Oberwiesenthal trainiert, gilt als eines der größten Talente im Skilanglauf.

Auch den Hauptlauf der Männer über zehn Kilometer gewann mit Oliver Uhlig ein Lokalmatador. Der ATSV-Läufer siegte in 38:43 Minuten vor seinen Vereinskollegen André Wolf und Ronny Berthold. Uhlig, früher ein erfolgreicher Leichtathlet aus Chemnitz, hat sich seit einigen Jahren den Skilangläufern angeschlossen. Bei den Damen, die fünf Kilometer zu bewältigen hatten, war wiederum Carmen Wolf vom ATSV nicht zu schlagen. Die Wolkensteinerin erreichte nach 19:41 Minuten als Erste das Ziel, gefolgt von Ines Köhler (ATSV). Die Siegerin konnte auch wesentlich jüngere Konkurrentinnen wie Langlauf-Expertin Alexandra Dietze aus Seiffen in die Schranken weisen.

Thema am Rande war auch die Junior Trophy Erzgebirge. Der fast schon abgeschriebenen Wettkampfserie für Nachwuchssportler soll in diesem Jahr neues Leben eingehaucht werden. Zwar gehörte der Gelobtländer Waldlauf noch nicht zur Gesamtwertung, doch das Programm steht. "Es wird in etwas abgewandelter Form eine Neuauflage geben", kündigt Regionaltrainer Nick Fritzsch vom ATSV an. Beginnend mit dem Mini-Erzgebirgs-Bike-Marathon am 3. August sollen fünf Wettkämpfe zur Trophy gehören.

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