Wismutpokal geht erneut an den SV Grimma

Knapp 300 Schwimmer sind in Aue angetreten. Gastgeber FC Erzgebirge plagten verletzungs- und krankheitsbedingt Personalprobleme.

Aue.

Die Schwimmer des FC Erzgebirge Aue haben ihr Ziel verfehlt: Als Veranstalter des Wettstreits um den Wismutpokal, zu dem am Wochenende knapp 300 Aktive aus 20 Vereinen in der Halle auf dem Zeller Berg angetreten sind, wollten sie die Trophäe diesmal nicht wieder anderen überlassen. Mit einem Aufgebot von nur 39 Startern hatten die Gast- geber allerdings keine Chance.

"Eine Verletzungs- und Krankheitswelle ist das Problem gewesen", sagte der sportliche Leiter der Abteilung, Philipp Epperlein. Dadurch mussten die Auer in einigen Wertungsgruppen passen. Doch laut Epperlein war nicht allein Personalmangel schuld. Schließlich siegte mit dem SV Grimma, der die Trophäe erfolgreich verteidigte, ein Verein, für den nur 27 Sportler im Alter von acht bis 16 Jahren ins Wasser gingen. "Wir hatten ein Defizit in Sachen Konstanz", erklärte Epperlein und ergänzte: "Einige unserer Sportler brachten in bestimmten Disziplinen Topleistungen, ließen in anderen aber immer wieder wertvolle Sekunden liegen."

Heike Birnbaum, Trainerin im SV Grimma, konnte dagegen sehr zufrieden sein. "Für uns ist der Wismutpokal immer der erste Wettkampf nach der Sommerpause. Er passt gut in unser Programm und ist eine erste Standortbestimmung." Ihren Schützlingen komme zudem entgegen, dass die Halle auf dem Zeller Berg nahezu identisch mit der eigenen Trainingshalle sei.

Zu den Erfolgreichsten des FCE gehörte Candy Hartmann. Die Elfjährige war besonders stolz auf ihre Finalteilnahme über 50 Meter Brust. "Die habe ich sehr genossen. Schon mit den großen Mädchen einzulaufen, war schön. Dazu noch die Stimmung in der Halle - mein ganzer Verein hat mich angefeuert." Trotz kurzer Anreise sei das Wochenende sehr anstrengend. "Ich falle bestimmt todmüde ins Bett", so Candy, die sich mit einmal Silber und einmal Bronze belohnte. "Neben ihr sind Arne Degenkolb mit dreimal Gold und fünfmal Silber sowie Konstantin Ullmann mit fünfmal Gold und zweimal Silber hervorzuheben", sagte Philipp Epperlein, der auf eine weitere Besonderheit verwies: "Es ist uns gelungen, Verantwort- liche und Sportler aus allen 13 Abteilungen des FC Erzgebirge für die Siegerehrungen zu gewinnen."

An der 14. Auflage des Wettstreits in Aue nahmen auch 19 Schwimmer des SV Schneeberg teil. "Aus verschiedenen Gründen konnten wir nur mit einer kleinen Mannschaft starten", so Trainerin Corinna Rößler. "Unsere Schwimmer schafften insgesamt 40 Bestleistungen, einige Verbesserungen lagen bei mehreren Sekunden." Erfolgreichste aus SVS-Sicht war Fabienne Heymann. Sie gewann über 100 Meter Schmetterling und rundete ihr gutes Abschneiden mit einmal Silber und dreimal Bronze ab. Tim Arnold und Louis Rößler erkämpften beide zweimal Silber und einmal Bronze.

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