Wölfe nehmen zweiten Anlauf

Erneut plant Schönheides Eishockey-Regionalligist eine Reise in die deutsche Hauptstadt. Nach der Absage des Duells mit FASS soll es nun gegen die Berlin Blues gehen.

Schönheide.

Nach dem abgesagten Spitzenspiel in der Eishockey-Regionalliga Ost vorige Woche nehmen die Wölfe diesen Sonntag erneut einen Anlauf zu einer Reise in die Bundeshauptstadt. Bei den Berlin Blues soll ab 15.30 Uhr der Puck übers Eis fliegen. "Nach aktuellem Stand findet die Partie statt", sagte am Donnerstag Steffen Münch, Vorsitzender des Schönheider Vereins. "Wir fahren los, sofern sich nicht kurzfristig noch etwas ändert."

Eine plötzliche Planänderung hatte die Erzgebirger vorige Woche ereilt, als das Spiel bei FASS Berlin wegen eines Coronafalls im Lager der Gastgeber abgeblasen wurde. Nun hoffen alle, dass die Partie am Sonntag angepfiffen werden kann - trotz reichlich trüber Aussichten. So machen die am Mittwoch von Bund und Ländern getroffenen Beschränkungen aufgrund steigender Fallzahlen auch den Wölfen zu schaffen. "Das tut weh." Vier Wochen - den ganzen November - wird in der Eishockey-Regionalliga der Spielbetrieb ruhen. "Wir kämpfen ohnehin von Jahr zu Jahr ums Überleben. Nun wird es noch schwerer - trotz Hygienekonzept und allen Sondermaßnahmen, die wir akribisch vorbereitet und erfolgreich durchgezogen haben", so Münch. Die Zwangspause schmerze sehr. "Uns hält allein die Hoffnung aufrecht, dass es im Dezember mit der Saison weitergeht. Sonst war alles umsonst."

Trotz dieser Entwicklungen konzentrieren sich die Schönheider erst mal auf die Aufgabe vom Sonntag. Beim Blick auf die etwas verzerrte Tabelle - auch wegen der unterschiedlichen Anzahl absolvierter Partien - empfängt das Schlusslicht den Spitzenreiter. Die Favoritenrolle ist klar. Zwar kassierten die Blues zuletzt ein herbes 4:15 gegen die Jungfüchse Weißwasser, doch als Selbstläufer werten die Erzgebirger die Begegnung nicht. So entscheide am Ende ein Stück weit die Tagesform, welches Team gewinnt oder verliert. "In dieser Liga kann jeder jeden schlagen", so Wölfe-Sprecher Markus Gläß. Das zeigte nicht zuletzt der 3:2-Sieg der Blues gegen die Eisbären Juniors Anfang Oktober.

Im Vergleich zur Vorsaison verfügen die Berliner mit vier Torhütern, neun Verteidigern und 19 Stürmern über einen viel breiteren Kader. Dazu gehören bekannte Gesichter wie Spielertrainer Patrick Preiß, der aus Schönheides Nachwuchs stammt und bis 2015 für die Wölfe in der Oberliga auflief. Marcus Maaßen war bis 2011 ein Teil des Rudels. Gäste-Coach Sven Schröder hat ein klares Ziel. "Nach zwei Wochen spielfrei müssen wir schnell in unseren Rhythmus finden", sagt er. Er setze vor allem auf ein hohes Spieltempo und eine stabile Defensive.

Tipp für alle Fans: Die Partie soll live übertragen werden. Nähere Informationen dazu gibt im Internet. www.schoenheider-woelfe.de

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