Wölfe pirschen sich an Spitzentrio heran

Schönheide hat Halle mit 12:0 vom Eis gefegt. Die Erzgebirger rücken in der Eishockey-Regionalliga damit auf Tabellenrang 4 - und peilen nun Platz 2 an.

Schönheide.

Vor knapp 450 Zuschauern im Eisstadion an der Neuheider Straße haben die Schönheider Wölfe kein Federlesen gemacht und als Favorit die Saale Bulls Halle mit 12:0 (5:0/2:0/5:0) eindrucksvoll vom Eis gefegt. In einer einseitigen Partie waren die Gäste dezimiert mit nur zwölf Feldspielern und zwei Torhütern angetreten. Die Gastgeber indes boten immerhin 16 Mann und zwei Keeper auf. Petr Kukla und Lukas Lenk kehrten genesen wieder ins Team zurück.

Die Wölfe übernahmen sofort die Spielkontrolle, jedoch fehlte es zunächst an Durchschlagskraft, wodurch die Saale Bulls das Geschehen zumindest ergebnistechnisch noch relativ ausgeglichen gestalten konnten. Doch schon ab der Mitte des ersten Drittels änderte sich das, als Florian Heinz den Torreigen mit dem 1:0 (9.) eröffnete. Danach waren die Gastgeber spielfreudiger, schneller und abgezockter. Florian Richter (11.), Robert Horst (14.), Vincent Wolf (19.) und erneut Heinz (19.) legten vier Tore nach. Im Mittelabschnitt nahmen die Wölfe den Fuß etwas vom Gas, wodurch Halle besser in die Partie fand. Trotzdem blieben die Hausherren spielbestimmend. Wolf (28.) und Martin Trapl (31.) erhöhten auf 7:0. Zum Leidwesen der Hallenser zeigten sich die Wölfe auch im Schlussdrittel nach wie vor äußerst torhungrig, während bei den Gästen die Kräfte zusehends nachließen und sie förmlich überrannt wurden. Lukas Lenk (41.), Horst (43.), Michael Galvez (47.), Trapl (51.) und Kukla (55.) schenkten den Bullen weitere fünf Tore ein und machten das Dutzend voll.

Halle-Trainer Nils Fritz sprach von einem gerechtfertigten Ergebnis. "Wir wussten, wie schwer es wird, selbst wenn wir 120 Prozent reinhauen." Dennoch war das Ziel, die Partie möglichst lange offen zu halten. So zeigte sich Fritz vor allem mit dem zweiten Drittel zufrieden. "Insgesamt waren es zu viele Fehler und am Ende fehlte die Kraft." Schönheides Coach Sven Schröder zollte seinen Männern für den "Sensationssieg" großen Respekt. "Wir haben das Duell spielerisch und läuferisch dominiert. Die Einstellung stimmte." Das sei auch kommendes Wochenende vonnöten, wenn es mit den Blues und den Eisbären Juniors aus Berlin erneut gegen Teams geht, die in der Tabelle hinter den Wölfen stehen. "Da sind Punkte Pflicht." Das mache es nicht leichter. Ziel: ein Platz unter den vier Besten. Mit zwei Siegen am vierten Adventswochenende würden die Erzgebirger auf Rang 2 vorrücken.

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