Wölfe verteilen Geschenke

Eishockey, Regionalliga: Schönheider erleben Krimi

Schönheide.

Teils wie eine Achterbahnfahrt hat sich das letzte Hauptrundenspiel in der Eishockey-Regionalliga für Schönheide angefühlt. Die Wölfe empfingen als Spitzenreiter mit Fass Berlin den Tabellenzweiten. Nach einem echten Krimi stand es vor 666 Zuschauern bei Ablauf der Spielzeit 6:6 (2:2/2:3/2:1). Da in der Verlängerung kein Tor fiel, entschied das Penaltyschießen über den Zusatzpunkt, den die Gäste aus dem Erzgebirge entführten.

Für die Wölfe-Fans ist das nur ein kleiner Makel in der bisherigen Erfolgsbilanz. "Die Hauptrunde lief super. Was gibt es Besseres als die Tabellenführung?", sagte etwa Benjamin Fritzsch, der seit fast 15 Jahren Rudel-Mitglied ist. Einige wurmte die Niederlage am Sonnabend zwar schon. Immerhin riss eine Serie von 14 Siegen in Folge - ausgerechnet gegen Fass, wo die Erzgebirger Ende November vor Beginn ihres Laufs letztmals unterlagen. Fritzsch hob das wenig an. "Wir sind Erste, das allein zählt." Er ist kommenden Sonnabend auf jeden Fall wieder im Eisstadion, wenn die Playoffs mit dem Derby gegen Chemnitz starten. "Wir werden ordentlich Stimmung machen", so der Bermsgrüner und er hofft, dass seine Schönheider ihren Titel verteidigen können. Zum Eishockey kam der 29-Jährige eher zufällig, war früher dem Fußball zugetan. "Ich sah ein Spiel, die Wölfe wurden in dem Jahr Meister - das riss mich mit", so der Buchhalter.

Nicht ganz so locker wie er nahm Wölfe-Coach Sven Schröder das 6:7. "Für uns ging es um nichts, so spielten wir leider auch und haben sechs Geschenke verteilt, die zu Gegentoren führten. Es fehlte der nötige Biss", so der Trainer. Der Fokus liege nun auf dem Playoff-Auftakt am Sonnabend ab 19.30 Uhr. (mit ane)


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