"Wollen das Niveau halten"

In Zwickau hat der ADAC Sachsen die Motorsportler und Verantwortliche des Jahres ausgezeichnet. Auch ein alter Hase des MSC Lugau durfte sich über eine Ehrung freuen.

Zwickau.

Vor über 600 Besuchern hat der ADAC Sachsen am vergangenen Freitag im Konzert- und Ballhaus "Neue Welt" in Zwickau die erfolgreichsten Motorsportler und -innen für ihre Leistungen im Jahr 2019 ausgezeichnet. Über 100 Sportler und Vereinsverantwortliche wurden unter anderem im Motorradtrial, im Motocross, im Kart oder auch im Endurosport geehrt.

Dass sich der sächsische Motorsport auch im vergangenen Jahr äußerst lebendig zeigte, würdigte Peter Weidinger, Vorstandsmitglied im Bereich Sport des ADAC, in seiner Laudatio. "Hinter uns liegt ein ereignisreiches und erfolgreiches Sportjahr." Als Höhepunkte bezeichnete Weidinger die Weltmeisterschaftsläufe der Hallen-Enduro-WM in Riesa, den Enduro-WM-Lauf im nordsächsischen Dahlen sowie den Motorrad-Grand-Prix von Deutschland auf dem Sachsenring. Dass dies nicht ohne helfende Hände geht, bedachte er ebenfalls bei seiner Rede. "Ein besonders großes Lob geht an alle freiwilligen Helfer und Helferinnen, die eine so erfolgreiche Arbeit erst ermöglichten", so Weidinger.

Worte, die auch Ole Stark vom MSC Lugau galten. Er erhielt die Ewald-Kroth-Medaille in Silber, benannt nach dem langjährigen Präsidenten Sport des größten deutschen Automobilclubs. Sie wird für besondere Verdienste bei der Organisation motorsportlicher Veranstaltungen und nach Vorschlag durch einen Ortsclub verliehen, wie der ADAC mitteilt. Für Stark war es nicht die erste Auszeichnung: Bereits vor vier Jahren erhielt der die bronzene Medaille. Er selbst weist die Ehre aber von sich und blickt vor allem auf die vielen Ehrenamtler. "Denn ohne die wären Veranstaltungen wie deutsche Meisterschaften oder auch der Supercross in der Chemnitzer Messe nicht möglich", so der Vorsitzende des MSC. Seit ihrer Gründung 1983 organisieren die Lugauer verschiedene Läufe und Meisterschaften. "Wir haben seitdem auch mindestens einen Prädikatslauf im Jahr. Und das lückenlos", betont Stark. Als Prädikatslauf wird ein Meisterschaftsrennen bezeichnet.

Dass die Organisation solcher Veranstaltungen zeitintensiv ist, sollte bekannt sein. "Doch die meisten wissen nicht, was da alles drinsteckt", sagt der Lugauer. "Wichtig ist, dass der Zuschauer ein gutes Gefühl hat. Wenn die Auftaktshow schon gelingt, ist die Stimmung in der Folge auch besser." Man müsse sich dabei auf alle Helfer verlassen können, egal ob vom MSC oder extern. "Das gilt für die Streckenposten, die Schiedsrichter, aber auch für den Hallenwart, der die Lichtshow startet", so Stark. "Man muss immer bedenken: Die Ehrenamtler nehmen sich jedes Mal Urlaub, um zu helfen. Was dahinter steckt, sieht man nicht auf den ersten Blick."

Einen wirklichen Höhepunkt in all den Jahren will Ole Stark nicht ausmachen. Der internationale Supercross in Chemnitz sei jedoch immer ein sportliches Highlight zum Jahresschluss gewesen, sagt er. "Doch in diesem Jahr findet es wohl nicht statt." Tatsächlich fehlt der Termin bislang im Kalender der Messe. "Aufgrund personeller Änderungen hatten wir geplant, den Supercross erst 2021 wieder in den Kalender aufzunehmen", erklärt Jakob Heinzmann von der C3, dem Mitveranstalter. "Aber es gibt die Anfrage eines externen Veranstalters für 2020, bei der wir nur als Vermieter auftreten würden." Wenn es klappt, wären auch die Lugauer dabei. Ansonsten seien die Ziele für 2020 klar: "Wir wollen das Niveau der Veranstaltungen halten." (mit ritz)


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