Zeitzer jubelt zum zweiten Mal

Heinz Schultheis hat den "Pokal des Handwerks" in Seiffen gewonnen. Neben der großen nahm der Schachspieleraus Sachsen- Anhalt noch zwei kleine Trophäen mit nach Hause.

Seiffen.

Zum vierten Mal ist der Zeitzer Heinz Schultheis beim Schachturnier um den "Pokal des Handwerks" an den Start gegangen - und seine Erfolgsquote kann sich sehen lassen. Denn nach 2017 sicherte sich der 76-jährige beim ältesten sächsischen Wettbewerb dieser Art nun erneut den großen Glaspokal. An fünf Spieltagen im Spielzeugdorf kam der Sieger auf sechs Punkte. Einen halben Zähler dahinter belegte Günter Weidlich aus Pirna Rang 2, gefolgt von Manfred Jandke von der SSG Lübbenau.

"Ich freue mich, zumal die Konkurrenz sehr stark war und die Entscheidung erst ganz am Ende gefallen ist", sagt Schultheis, der 2017 von einem Freund auf das Turnier im Spielzeugdorf aufmerksam gemacht worden war. Gleich auf Anhieb sicherte er sich damals Platz 1. Nun hatte der ehemalige Chemie-Technologe unter 74 Teilnehmern erneut die beste Bilanz aufzuweisen. Wirklich überraschend kommt sein Erfolg nicht. Immerhin liegt die Wertzahl des Spielers von Motor Zeitz bei 2052 Punkten, womit er zu den Top Fünf des Feldes gehörte.

Im Vorjahr musste sich Schult-heis mit Platz 6 begnügen, doch auch da gab es Belohnung. Als Souvenir erhielt er vom Veranstalter einen kleinen Spanbaum. "Meine Töchter waren so begeistert von diesem kleinen Baum aus Holz, dass sie ihn mir unbedingt abluchsen wollten", berichtet der Zeitzer, der nun Abhilfe schaffte. Neben dem Glaspokal besorgte er sich noch zwei Spanbäume. "Darüber werden sich meine Töchter bestimmt freuen", so der Sieger, den in Seiffen vor allem das familiäre Flair und das Rahmenprogramm faszinieren. "Es geht nicht ums Preisgeld. Alles ist lockerer und entspannter als bei anderen Turnieren", sagt Schultheis, der sich diesmal über den Besuch der Brauerei in Rechenberg-Bienenmühle freute.

Mit seinem Sieg in der Wertung der Spieler mit einer Wertzahl von unter 1800 machte Thomas Richter das tolle Abschneiden von Motor Zeitz perfekt. Er verwies in dieser Kategorie Frank Fiedler (Mügeln) und Andreas Meth (Lübbenau) auf die Plätze 2 und 3. Aktive aus der Region kamen in der Gesamtwertung aller Spieler dagegen nicht unter die Top Ten. Zumindest dicht dran waren Kay Schäfer (12.) und Bernd Schäfer (16.) vom TV Freiberg. Heiner Rönnau aus Marienberg wurde 23. Diana Stockdreher und Bohuslav Korinek, die Gastgeber Eintracht Seiffen vertraten, landeten am Ende im Mittelfeld. Der Siegerpokal der Damen ging an Katrin Dämering von der TSG Markkleeberg, die sich vor Simone Frübing aus Coswig und der Ex-Seiffenerin Madlen Ramm, die jetzt für den saarländischen SC Schwarzenbach spielt, durchsetzte.

Turnierleiter Helmut Franke zog nach der 51. Auflage eine positive Bilanz. Es sei nicht nur ein Turnier mit einer der größten Teilnehmerzahlen gewesen, sondern auch das mit der stärksten Besetzung von der Wertzahl her. "Es ist alles gut gelaufen. Nun fällt eine große Last von meinen Schultern, weil die Vorbereitung ganz schön Kraft gekostet hat", sagt der Seiffener, der mit seinen Vereinskollegen schon monatelang gefordert war und dabei unter anderem 70 Sponsoren kontaktierte.


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