Zschopauer kommen mit einem blauen Auge davon

Volleyball, Dritte Liga Ost: VC verspielt gegen den ASV Neumarkt eine Zwei-Sätze-Führung und jubelt dennoch

Zschopau.

Obwohl die Volleyballer des VC Zschopau in der Dritten Liga Ost gegen den ASV Neumarkt wie erhofft einen Sieg erkämpft haben, hielt sich bei Mathias Ellwart die Euphorie arg in Grenzen. "Wir sind derzeit in keiner guten Phase. Uns fehlt einfach die Konstanz, über mehrere Sätze hinweg auf hohem Niveau zu spielen", kommentierte der Trainer der Gastgeber die "Achterbahnfahrt" seiner Schützlinge. Nach zwei dominanten Sätzen brachen diese ein, durften aber letztlich dennoch einen 3:2-Sieg bejubeln. "Da sind wir mit einem blauen Auge davongekommen", so Ellwart.

Die Partie gegen den Tabellenvorletzten aus der Oberpfalz war von großer Bedeutung, denn trotz Rang 6 ist der Abstiegskampf für Zschopau noch immer ein Thema. Angesichts der Situation in der 2. Bundesliga kann es in der zwölf Teams umfassenden Ost-Staffel der Dritten Liga bis zu drei Absteiger geben. Und da das Schlusslicht VCO Kempfenhausen als Bundesstützpunkt über ein Sonderspielrecht verfügt, ist der Druck umso größer. "Um sicher zu sein, müssen wir mindestens vier Teams hinter uns lassen", betont Ellwart. Eigentlich hatte er daher drei Punkte als Ziel gegen Neumarkt ausgegeben. Dass der Coach am Ende sogar über zwei Zähler froh war, ließ sich zu Beginn noch nicht erahnen. Schließlich reichte in den ersten beiden Sätzen eine solide Leistung, um sich mit 25:20 und 25:19 einen klaren Vorsprung zu erarbeiten.

Doch schon am Ende des zweiten Durchgangs blies Neumarkt zur Aufholjagd und brachte Manuel Künecke ins Spiel. Der Außenangreifer, der mit dem ASV einst in der 2. Bundesliga gespielt hat, sollte aufgrund einer fiebrigen Erkältung eigentlich geschont werden. Aber als letzte Hoffnung eingewechselt, brachte er zunächst die Wende, denn die folgenden Sätze gingen mit 25:22 und 25:23 an Neumarkt. "Auf einmal ging nichts mehr", haderte Ellwart mit vielen einfachen Fehlern seines Teams. Abgesehen von Andreas Richter und Alexander Kunert waren plötzlich alle VC-Akteure von der Rolle. Der Coach wechselte häufig, "um zu sehen, welcher Spieler gerade funktioniert". Doch erst mit einer Auszeit im vierten Satz erreichte er die Mannschaft. "Da habe ich meine Wut kanalisiert", so Ellwart. Der folgende Schlussspurt nach dem 14:23 reichte zwar nicht mehr ganz zum Satzgewinn. Zumindest war er aber die Basis für einen starken Tiebreak. "Da haben die Fans wieder hochklassigen Volleyball erlebt - mit vielen langen Ballwechseln", berichtet Ellwart. Im wohl hartnäckigsten Ballwechsel sicherte sich der VC den Punkt zum 13:11. Wenig später war mit dem 15:13 die Erleichterung groß. (anr)

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