Zu nervös für den Sieg

Die Handballerinnen des Zwönitzer HSV haben bei der dritten Mannschaft des HV Chemnitz eine Niederlage einstecken müssen. Der Trainer war dennoch nicht komplett unzufrieden.

Die Zwönitzerin Laura Kaulfuß (r.) hat sich gegen ihre Chemnitzer Gegenspielerin durchgetankt. Am Ende gingen die Gastgeberinnen aber als Sieger vom Feld.

Von Jürgen Werner

Zum Auftakt der Verbandsliga-Saison waren die Handballerinnen des Zwönitzer HSV noch wie ein Sturm über ihre Gegnerinnen aus Waldheim hinweggefegt. Dass für den Aufsteiger aus der Bezirksliga eine Spielklasse weiter oben aber auch andere Kaliber warten, war am Wochenende deutlich zu sehen. Mit 29:32 verloren die Erzgebirgerinnen bei der dritten Mamschaft des HV Chemnitz.

Dabei waren die Gäste bereits mit einem Handicap nach Chemnitz gereist. Urlaubs- und verletzungsbedingt hatte Trainer Ralf Beckmann nur zwei Wechselspielerinnen zur Verfügung. Nach dem Anwurf in der Sachsenhalle war den Zwönitzerinnen dann die Nervosität allerdings deutlich anzumerken - schließlich war es ihr erstes Auswärtsspiel in der Verbandsliga. Zwar hielten die HSV-Frauen vom Ergebnis her recht gut mit und gingen selbst sogar zweimal zum 3:2 und 4:3 in Führung, doch produzierten sie im ersten Durchgang eine ungewöhnlich hohe Zahl an technischen Fehlern - insbesondere bei Tempogegenstößen. Dazu kamen viele ausgelassene Tormöglichkeiten, was in der Summe dazu führte, dass die Gastgeberinnen zwischen der 20. und der 27. Minute von 10:8 auf 17:11 davonziehen konnten. Immerhin strafften sich die Zwönitzerinnen dann noch einmal und verkürzten mit einem Dreierpack bis zur Pause noch auf 14:17.

Mit Beginn des zweiten Durchgangs änderte sich das Bild dann aber ein bisschen. Die Gäste aus dem Erzgebirge waren nun besser im Spiel und egalisierten den Rückstand binnen zehn Minuten. Nach 42 Minuten stand sogar erstmals seit langem wieder eine Führung an der Anzeigetafel (22:21), die allerdings nur bis zum 24:23 hielt. Ohne Lea Thierfelder, die sich bereits kurz nach Wiederbeginn verletzt hatte und raus musste, wurde die Partie in der Schlussphase dann aber zusehends zur Kraftfrage. Dabei hatten die Gastgeberinnen personell mehr zuzusetzen und setzten sich am Ende durch. "Letztlich hat ein Gemisch aus zu großer Nervosität im ersten und fehlenden Wechseloptionen im zweiten Abschnitt die Niederlage verursacht", sagte Beckmann.

Statistik Zwönitz: Ballerstedt, Müller; Mosel (5), M. Kaulfuß (6/2), Kreher (2), Haunschild (5), L. Kaulfuß (4/1), Hartenstein (4), Seidel (1), Thierfelder (2) 7m: Chemnitz: 8/6, Zwönitz: 3/2 2min: Chemnitz: 3, Zwönitz: 3

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