Zu wenig Rhythmus im Spitzenspiel

Handball, Bezirksklasse: HCAB-Damen kassieren 22:31-Niederlage und rutschen in der Tabelle ab

Annaberg-Buchholz.

Die Luft ist wohl erst einmal raus: Eine weitere Heimniederlage hat die Annaberger Handballerinnen in der Tabelle der Bezirksklasse von Platz 2 auf Rang 4 abrutschen lassen. Am Samstag verlor die Mannschaft mit 22:31 (9:17) gegen die HSG Rottluff/Lok Chemnitz. Nach dem Saisonauftakt mit fünf Siegen in Serie, gab es nun die zweite Niederlage hintereinander -beide vor heimischem Publikum.

War es den Annabergerinnen im Spitzenspiel gegen Rotation Weißenborn II vor einer Woche fast noch gelungen, zumindest einen Punkt zu holen, fand die HCAB-Sieben gegen spielstarke Rottlufferinnen nie wirklich ihren Rhythmus. Bis zum 6:8 nach 15 Minuten verlief die Partie zwar noch relativ ausgeglichen, doch dann lösten die Gäste die Handbremse. "Die Abwehr war zu lückenhaft und im Angriff haben wir massenhaft freie Wurfchancen vergeben", lautete das Fazit von Trainer Jan Strasdat nach der ersten Hälfte. Über acht Tore Rückstand zur Pause freute er sich zwar auf der Bank mit seiner Frau und Trainerkollegin Anja Strasdat nicht unbedingt, allerdings hatte das Duo ja bereits eine Woche zuvor eine furiose Aufholjagd miterleben können.

Die blieb dieses Mal aus: Lediglich beim 14:20-Treffer durch Melanie Bartl keimte etwas Hoffnung auf, das Spiel noch drehen zu können. Der Trainer: "Die Messe in diesem Duell war dann leider ziemlich schnell gelesen. Die Chemnitzer Mädels waren heute einfach nicht zu stoppen." Die HSG sei zielstrebiger, bissiger und genauer im finalen Passspiel als die Erzgebirgerinnen gewesen. Das 22:31 sei so nur folgerichtig gewesen. Den Kampfgeist könne er seinem Team aber nicht absprechen, fand Jan Strasdat.

Nach dem Spielende war er hauptsächlich von zwei Dingen enttäuscht: "Nicht nur die durchwachsene Leistung meiner Mädels war Schuld, auch das Schiedsrichtergespann hat mit vielen unverständlichen Entscheidungen den Unmut unserer gesamten Bank auf sich gezogen", so Strasdat. Trotz dieser Umstände gehe der Sieg der Chemnitzerinnen aber mehr als in Ordnung. Am 17. November wartet mit dem Tabellendritten TSV Oelsnitz der nächste schwere Gegner. Vielleicht läuft es auswärts ab 14 Uhr für den HCAB besser. (eli)

HC Annaberg: A. Parthova - Dürig 5, Prager 2, Schaarschmidt, Reim, L. Strasdat 5, Escher 1, Burkhardt, Görg 1, Mühle, Reifenberger, Koch 5, Bartl 3; Siebenmeter: HCAB 4/6; Rottluff/Lok Chemnitz 5/7; Strafminuten: HCAB 2; Rottluff/Lok Chemnitz 2

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