Zum Auftakt gleich ein Derby-Sieg

Überraschend deutlich haben die Stollberger Badminton-Spieler ihr erstes Saisonspiel zuhause gegen Niederwürschnitz gewonnen. Danach sah es am Anfang allerdings gar nicht aus.

Die Stollberger Maik Hänig (hinten links) und Nachwuchsspieler Jonas Lorenz hatten im Doppel gegen die Niederwürschnitzer Andreas Meiner (vorn links) und Nico Petersen die Nase vorn.

Von Jürgen Werner

Allzu viel Optimismus hatte Marcus Gundermann im Vorfeld nicht versprüht. Er erwarte eine enge Kiste - so die Worte des stellvertretenden Vereinschefs vom BC Stollberg-Niederdorf vor dem Sachsenklasse-Auftaktderby gegen den TSV Niederwürschnitz.

Die wurde es letztlich nicht. Mit 6:2 schickten die Gastgeber den Lokalrivalen nach Hause und machten es sich gleich einmal im vorderen Tabellendrittel bequem - auch wenn dies nach dem ersten Spieltag noch nicht viel bedeutet. Gundermann, der wegen seines Urlaubs nicht selber mit dabei war, zeigte sich ob des klaren Sieges am Sonnabend erleichtert.

Neben ihm fehlte bei den Hausherren in der Sporthalle des Carl-von-Bach-Gymnasiums auch Stammspielerin Franziska Hilmer urlaubsbedingt. So kamen mit Luise Hübsch und Jonas Lorenz zwei Nachwuchskräfte zum Zug. Lorenz, der in dieser Saison ohnehin häufiger auflaufen soll, gewann sowohl sein Doppel (mit Maik Hänig) als auch sein Herren-Einzel. Luise Hübsch war immerhin einmal, nämlich im gemischten Doppel mit ihrem Partner Christian Kupfer, siegreich. "Beide haben ihre Sache hervorragend gemacht", sagte ihr Teamkollege Robert Helbig hinterher.

Dabei ging die Partie gegen die Niederwürschnitzer, die ebenfalls nicht in Bestbesetzung angetreten waren, nicht gut los. Helbig und Kupfer verloren ihr Doppel gegen Andreas Pischel und den TSV-Neuzugang Holger Wandelt, der in der vergangenen Saison noch Landesliga in Taucha gespielt hat. Zudem gab es eine Niederlage im Damen-Doppel. Doch dann, mit dem 0:2-Rückstand im Gepäck, wendeten die Stollberger das Blatt, es folgten Siege im zweiten Herrendoppel, im gemischten Doppel und im Damen-Einzel. "Das waren allesamt äußerst umkämpfte Spiele über drei Sätze. Genau wie die beiden Niederlagen am Anfang", so Helbig. Erst danach drehten die Gastgeber so richtig auf, wie auch TSV-Trainer Frank Mothes anerkennend feststellte. Die drei Herren-Einzel gingen allesamt in zwei Sätzen an die Hausherren. Knapp wurde es dabei nur noch einmal im zweiten Satz der allerletzten Partie, als die Stollberger den Gesamtsieg schon längst in der Tasche hatte. Robert Helbig lag da gegen den Andreas Pischel bereits 14:20 hinten, wehrte sechs Satzbälle ab und bog den Durchgang noch um.

Nach einer zweiwöchigen Pause treffen sowohl Stollberg als auch Niederwürschnitz als nächstes zuhause auf die dritte Mannschaft von DHfK Leipzig sowie auf Absteiger Zwenkau. Beide Mannschaften zählen zu den Staffelfavoriten und trafen am ersten Spieltag direkt aufeinander - mit dem besseren Ende für die Leipziger. Für die Teams aus der Region bedeuten die beiden Partien eine echte Standortbestimmung. "Danach wissen wir etwas besser, wo die Reise hingeht", sagt Helbig. Nach dem knapp verpassten Aufstieg im vergangenen Jahr sei diesmal Platz 4 das Ziel. "Die Liga", so Helbig, "ist diesmal zumindest nominell stärker besetzt." (mit zfm)

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