Zum Debüt wartet der Ex-Verein

Währendsichdie Drittliga- Spieler des Zschopauer Volleyball-Clubs noch in Geduld üben müssen, sind die Regionalliga-Teams des VereinsbereitsamSonntag gefordert. Dabei gibt es auf den Trainerbänken neue Gesichter.

Zschopau.

Endlich geht's wieder los. Das werden sich auch viele Volleyball-Fans aus Zschopau sagen, obwohl sie noch nicht in den vollen Genuss kommen. Schließlich wurde der für diesen Samstag angesetzte Saisonauftakt der ersten Männer-Mannschaft in der Dritten Liga Ost abgesagt. Ob und wann die Partie beim ASV Dachau nachgeholt wird, ist laut Andreas Richter offen. "In Bayern herrschen noch immer strikte Corona-Regeln. Mal sehen, was die neue Verordnung in der kommenden Woche zulässt", sagt der Zschopauer Trainer, der die Saison noch in Gefahr sieht. Sicher ist dagegen, dass in der Regionalliga Ost gespielt wird, wo neben den Damen des VC Zschopau nun auch die zweite Männer-Mannschaft angreift.

"Das wird ein Abenteuer", sagt Rico Fritzsch über die neue Saison der Herren-Reserve, die am Samstag, 20Uhr, zunächst beim Dresdner SSV gefordert ist. Als Spitzenreiter der Sachsenliga habe sich das Team nach dem Abbruch der vergangenen Saison aber ganz bewusst dafür entschieden, sich dieser Herausforderung zu stellen. "In der Regionalliga sind wir näher dran an der Dritten Liga. Das hilft uns, die Talente zu entwickeln und auf ein höheres Niveau zu bringen", erklärt der 46-jährige Stollberger. Er ist im Sommer für den bisherigen Coach Mathias Ellwart eingesprungen, der eine Auszeit nimmt. Wirklich neu ist die Aufgabe für Fritzsch allerdings nicht, da er bereits seit 2018 als Technik-Trainer im Verein fungiert.

Für Josephine Brandt, die mit den Damen am Samstag, 14 Uhr, beim VC Olympia Dresden II in die neue Serie startet, stellt die Trainertätigkeit beim VC Zschopau dagegen schon Neuland dar. Zwar saß die 37-Jährige zuletzt zweieinhalb Jahre lang beim SV Chemnitz-Harthau auf der Bank, allerdings betreute sie dort die Männer-Mannschaften. "Das war irgendwie distanzierter, ein anderes Spiel mit höherem Netz", erklärt die Übungsleiterin. Nun, da sie den VC-Damen Kommandos und Hinweise gibt, komme die Spielerin in ihr wieder durch. "Im Training stehe ich mehr auf als neben dem Feld", erklärt Josephine Brandt, die bei sich als Trainerin daher noch Defizite sieht, was vor allem die Analyse angeht. Allerdings sei sie mit voller Leidenschaft dabei und will an ihrer Aufgabe wachsen. Genau deshalb hatte sie ja auch den Kontakt zum VC Zschopau gesucht, nachdem der Abschied des bisherigen Damen-Trainers Stefan Thormeyer bekannt geworden war.

"Ich will die Sache jetzt ambitionierter angehen", erklärt die 37-Jährige, nachdem sie bei den Chemnitzer Männern in der Sachsenliga an der Seitenlinie gestanden hatte. Nun kommt sie mit der Regionalliga wieder den Sphären näher, in denen sie einst selbst aktiv war. Aus ihrer Heimatstadt Weißwasser war Josephine Brandt zu Jugendzeiten an die Sportschule nach Dresden gewechselt, wo sie über den VC Olympia den Sprung zum Dresdner SC schaffte. "Im ersten Jahr haben wir sogar in der Champions League gespielt", erinnert sich die ehemalige Zuspielerin, die an der Elbe ebenso eine feste Größe wurde wie bei ihren weiteren Erstliga-Stationen in Suhl, Erfurt und Chemnitz. Bei den Chemnitzer Kangaroos musste sie schließlich ihre Laufbahn beenden, weil der Körper nach zahlreichen Knie-Operationen nicht mehr mitspielte.

Nun will Josephine Brandt als Trainerin ihre Erfahrungen weitergeben, auch wenn die Aufgabe in Zschopau schwierig wird. Aufgrund von drei Babypausen gibt es einen Umbruch im Team, weshalb aktuell keine konkrete Zielstellung möglich sei. Auch für das Auftaktspiel wagt die Trainerin keine Prognose, obwohl sie einst selbst beim VC Olympia den Sprung schaffte: "Da hat sich in 20 Jahren viel verändert. Außerdem ist so eine junge Mannschaft immer eine Wundertüte."

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