Zum Jubiläum soll ein Sieg her

Vor 25 Jahren ist das Lautengrundstadion in Marienberg eingeweiht worden. Nun wollen die Motor-Fußballer beweisen, dass es sich dabei um eine echte "Festung" handelt.

Marienberg.

Mit dem 2:0-Erfolg beim Mitfavoriten VfB Fortuna Chemnitz haben die Fußballer des FSV Motor Marienberg in der Vorwoche bereits ein Achtungszeichen gesetzt. Nun will der Vorjahresdritte der Landesklasse West nachlegen. "So wie wir uns von den Fans in der letzten Saison verabschiedet haben, so würden wir sie jetzt auch gern wieder begrüßen", sagt Trainer Ronny Rother vor dem Heimspiel am Sonntag, 15 Uhr, gegen den SV Merkur Oelsnitz. Wie Mitte Juni beim 3:2 gegen Schneeberg soll auch diesmal gejubelt werden. Ein Heimsieg würde gleichzeitig das passende Geschenk zu einem Jubiläum darstellen, denn es steht der 25. Geburtstag des heimischen Lautengrundstadions auf dem Programm.

Damian Halata trifft und legt dann für Hans-Jürgen "Dixie Dörner" auf. Auch Reinhard Häfner, Eberhard Vogel und Joachim Streich sind bald zur Stelle: Was nach einem sensationellen Länderspiel der DDR klingt, war in Wirklichkeit die Einweihungspartie des neuen Stadions. Damals, am 3. Oktober 1994, führte das ostdeutsche Old-Star-Team zur Pause 6:0. Da konnte sich Motor-Torhüter Detlef Arnold noch so strecken. Auch der für ihn eingewechselte Collin Passow bekam genug zu tun, musste aber in der zweiten Hälfte seltener hinter sich greifen. Überhaupt trauten sich die Motor-Kicker nach der Pause mehr, kamen gegen die DDR-Legenden auch selbst zu Chancen. Nach einem Konter des FSV Motor war es dann endlich soweit. Die 2700 Zuschauer, die dem teils strömenden Regen trotzten, durften das Ehrentor durch Lutz Neuber bejubeln. Kleiner Wermutstropfen am Ende: Durch einen Treffer von Reiner Jarohs in der 89. Minute wurde es am Ende doch noch zweistellig. Dieses 1:10 stellt dennoch eine Niederlage dar, an die sich alle Marienberger gern erinnern.

Einige der Motor-Kicker, die damals unter der Leitung von Trainer Michael Hauser Joachim Streich und Co. Paroli boten, sind auch heute noch am Ball. Und zwar bei den Alten Herren, deren Geschichte eng mit der des Stadions verknüpft ist. Schließlich wurde das Oldie-Team des FSV Motor ebenfalls 1994 gegründet, genauer gesagt am 22. August. Auch dieses Jubiläum wird am Wochenende gefeiert. So wird am Samstag ab 14 Uhr um den Pokal des Oberbürgermeisters gespielt, nach der Siegerehrung folgt ab 20 Uhr im Festzelt ein öffentlicher Sportlerball mit der "Oldie-Bande".

In Form von Heimsiegen der beiden Männer-Mannschaften soll am Sonntag weiter gefeiert werden. Dabei könnte sich das Lautengrundstadion, das seine Bezeichnung einem Namenswettbewerb verdankt, einmal mehr als Festung erweisen. Schon das erste Punktspiel in der neuen Arena gewann der FSV Motor im Oktober 1994 mit 4:0 gegen den SV Langenau. Unzählige weitere Heimsiege folgten, und der nächste Dreier ist nun gegen Oelsnitz fest eingeplant. "Aber uns erwartet ein robuster und konterstarker Kontrahent", betont Rother, der den Gegner zum vorderen Drittel der Liga zählt.

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