Zum Ziel mit einer gemeinsamen Identität

Skilanglauf: Philipp Ebell übernimmt Position des Landestrainers Sachsen

Oberwiesenthal.

Sachsens Skiverband ist fündig geworden bei der Suche nach einem neuen Landestrainer für den Skilanglauf. Diesen Mittwoch nimmt Philipp Ebell (Foto) seine Tätigkeit auf. "Heimat fühlt ich gut an", sagt der 30-Jährige, der die vergangenen Jahre in Österreich verbracht hat. Doch der junge Mann ist Oberwiesenthaler, hat dort an der Eliteschule gelernt und trainiert, 2008 sein Abitur am Fuß des höchsten Berges Ostdeutschlands abgelegt, anschließend Zivildienst geleistet und sich danach aufgemacht, um in Innsbruck zu studieren - Lehramt für Geschichte, Geografie und Sport. Ab 2015 arbeitete er mit dem Nachwuchs des Tiroler Skiverbands als Landestrainer für die Disziplinen Skisprung und Kombination.

Jetzt ist er Ansprechpartner für die Vertreter der sächsischen Talentstützpunkte und Langlaufvereine. Nachdem in den vergangenen Jahren aus unterschiedlichen Gründen ein ständiger Wechsel auf der Position des Landestrainers zu verkraften war, erhoffen sich die Verantwortlichen nun etwas mehr Kontinuität. "Mein Vertrag läuft zunächst bis April 2022, das entspricht dem Olympiazyklus", erklärt Ebell, der zuallererst überall reinschnuppern und die Kontakte zu den Vereinen knüpfen will, die sich entsprechend des Alphabets von Altenberg bis Zschopau quer durch den Freistaat erstrecken. "Persönliche Befindlichkeiten habe ich keine. Ich finde, dass eine gemeinsame Identität ganz wichtig ist, basierend auf einer freundschaftlichen Atmosphäre", betont er.

Der Oberwiesenthaler wollte früher Biathlet sein. "Aber vor allem wegen des Stehendschießens musste ich so viele Strafrunden drehen, dass ich gleich Skilangläufer werden konnte", blickt er mit einem Schmunzeln zurück. Doch auch da gelang ihm der große Durchbruch nicht. Schon eher als Trainer in Österreich, wo er mehrere Talente in die nationale Auswahl führen konnte. "Einige davon habe ich von Tirol aus bei der JWM in Oberwiesenthal beobachten können. Die Übertragungen per Livestreams waren super. Und Sportler und Betreuer haben geschwärmt von der guten Organisation in meiner Heimatstadt", so Ebell. Nun kehrt er selbst zurück und möchte Sachsens "ausgezeichnete Strukturen mit drei Regionaltrainern" bestmöglich nutzen.

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