Zweiter Saisonsieg angepeilt

Die Lugauer Regionalliga-Ringer empfangen am Samstag den KFC Leipzig. Auch Konkurrent Thalheim hat eine zumindest auf dem Papier einfache Aufgabe zu lösen.

Lugau/Thalheim.

Auf die Rote Laterne sind die Regionalliga-Ringer des RVE Lugau in dieser Saison abonniert. Am Samstag haben die Erzgebirger die letzte Chance, diese noch abzugeben. Voraussetzung dafür ist ein Heimsieg gegen den KFC Leipzig bei gleichzeitiger Schützenhilfe des Konkurrenten aus Thalheim gegen Potsdam sowie ein Sieg im direkten Duell gegen die Brandenburger am letzten Kampftag unmittelbar vor Weihnachten

Dass dieses Szenario exakt so eintritt, ist so unwahrscheinlich nicht. Auch die Leipziger gehören zumindest in dieser Saison nicht gerade zur Creme de la Creme der Liga und stehen in der Tabelle lediglich auf Platz 7. Schon im Hinkampf in der Messestadt ging es sehr knapp zu. 15:19 verloren die Erzgebirger diesen, obwohl sie auf der Matte ebenso viele Duelle gewannen wie die Gastgeber - nur eben nicht so hoch. Besonders in den mittleren Gewichtsklassen präsentierten sich die Lugauer Mitte Oktober stark. Lugaus Trainer Jan Peprny glaubt jedenfalls fest an einen Sieg seiner Jungs. Die Gastgeber können mit voller Kapelle antreten. "Alle sind fit", so der 49-Jährige. Die Leipziger haben unter anderem mit Bartosz Sikora, Lukas Schöffler oder Adam Bienkowski sehr starke Ringer in ihren Reihen. Doch gerade gegen letzteren soll dessen polnischer Landsmann Robert Dobrodziej im 57-Kilo-Limit die ersten Punkte für Lugau holen. "Er muss den Grundstein legen." Der Kampf in der Halle an der Sallauminer Straße beginnt schon 15 Uhr, zu ungewohnter Zeit. Grund: Anschließend steigt die Geburtstagsparty für Harry Peprny, den Vater des Trainers, der selbst viele Jahre lang Mannschaftsleiter war und 80 wird.

Den Ringern des RV Thalheim geht es gegen Potsdam indes nicht um Schützen-, sondern um Selbsthilfe. Denn der schon beinahe sichere zweite Tabellenplatz ging nach Niederlagen gegen Gelenau und Frankfurt/Oder verloren. Und im Fernduell mit Pausa bietet sich den Zwönitztalern nun eine große Chance, diesen zurückzuerobern. Denn während die Vogtländer daheim im Lokalderby gegen das "Überteam" aus Markneukirchen, das verlustpunktfrei durch die Saison marschieren will, klarer Außenseiter sind, sind die Thalheimer gegen den Vorletzten klar favorisiert. In Markneukirchen in der Vorwoche punktete beim 3:36 lediglich ihr mit Abstand Bester, der Moldawier Radu Cataraga, im 66-Kilo-Limit.

"Der ist für die Liga eigentlich überqualifiziert", sagt Thalheims Trainer Steffen Richter. Und im Gegensatz zu Frankfurts Erik Weiß etwa, ebenfalls einem Ausnahmekönner, nehme er bei einem schwächeren Kontrahenten auch keinen Gang raus. "Wenn es losgeht, legt er den Schalter um. Da geht es nur vorwärts", so Richter, der sich der Favoritenrolle trotzdem bewusst ist. "Wenn alles normal läuft, sind wir Samstagabend wieder Zweiter."

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