Zwischen Sattel und Schachbrett

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Mit zwei Podestplätzen in Brünn hat Johannes Kehrer seine Saison beendet. Nun kann sich der Hohndorfer Motorradrennfahrer voll auf sein zweites Hobby konzentrieren.

Hohndorf.

Auf die Frage nach seinem liebsten Hobby fällt Johannes Kehrer die Antwort schwer. "Motorradrennen sind schon spektakulär. Man trifft auch viele Leute", sagt der 73-jährige Hohndorfer nach kurzem Überlegen. Fast im gleichen Atemzug schiebt er aber hinterher: "Beim Schachspielen hat man schön seine Ruhe." Zusammen mit seinem Sohn Nico Kehrer widmet er sich beiden Sportarten und ist froh, sich nicht für eine entscheiden zu müssen.

Zeitlich lässt sich alles gut unter einen Hut bringen. Denn während die Schachsaison am Sonntag mit dem zweiten Spieltag gerade erst Fahrt aufnimmt, ist die Zeit der Motorradrennen zunächst vorbei. Auf der Traditionsstrecke im tschechischen Brünn ist das Kehrer-Duo vor wenigen Tagen zum letzten Mal in diesem Jahr an den Start gegangen. Während Nico Kehrer in der Supermono-Klasse zumindest einen Bronzerang einfuhr, wurde der Senior (250 ccm) gleich zweimal Dritter. Obwohl beide gern an der Spitze mitgemischt hätten, fällt die Bilanz positiv aus: "So wie es gelaufen ist, waren wir schon zufrieden."

Verhindert wurden absolute Top-Ergebnisse jeweils von technischen Problemen. Im Fall von Nico Kehrer stand sogar der Start auf der Kippe. "Nachdem der Zylinderkopf gerissen war und das Wasser durchgeblasen hatte, war der Motor fest mit angefärbtem Pleuel. Also musste die Kurbelwelle raus und eine andere hatten wir nicht dabei", berichtet der Vater. Mit Chris Meyer, der zum Glück etwas später anreiste, brachte ein Bekannter das Ersatzteil aus der Heimat noch rechtzeitig mit. Immerhin ein gutes Rennen war damit möglich. Johannes Kehrer kam beide Male ins Ziel, doch auch er musste Problemen und Vibrationen am Vorderrad Tribut zollen.

"Es war alles ganz schön hektisch", sagt der Routinier, auch weil das Sprint-Rennen wegen Regens zunächst abgebrochen wurde. Inzwischen steht alles wieder in der heimischen Werkstatt. Bis die Motorräder für den Start der neuen Saison im April hergerichtet werden, bleibt etwas Zeit, die Johannes Kehrer gern am Schachbrett verbringt. Schließlich haben er und sein Sohn mit der SG Hohndorf etwas gutzumachen. "Der war aufgrund einiger knapper Niederlagen sehr ärgerlich", sagt der 73-Jährige über den Abstieg aus der Bezirksliga. In der Bezirksklasse wird nach dem Auftaktsieg gegen Eppendorf diesen Sonntag gegen Stollberg III am sofortigen Wiederaufstieg gefeilt. (anr)Ansetzungen

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