Zwönitzer Handballer ohne Chance

Sowohl die HSV-Männer als auch die Frauen haben am vorletzten Spieltag klare Niederlagen kassiert. Die Trainer haderten mit der Personallage.

Zwönitz.

Dass es am vorletzten Spieltag schwer werden würde zu punkten, war den Handball-Teams des Zwönitzer HSV schon vorher klar. Und genau so kam es auch. Die in der Verbandsliga spielenden Frauen waren beim 23:34 beim Tabellenfünften Leipzig-Mockau völlig chancenlos, und auch die Männer kassierten in Aue eine herbe Klatsche, die mit 22:35 am Ende sogar noch deutlicher ausfiel.

Danach sah es beim Sachsenliga-Spitzenreiter allerdings lange Zeit nicht aus. Denn zwar legten die Gastgeber wie erwartet stark los, doch die von rund 100 mitgereisten Fans lautstark unterstützten Gäste ließen sich nicht so leicht abschütteln. Mehr als vier Tore Vorsprung erarbeiteten sich die Auer in der gesamten ersten Hälfte nicht, noch nach 40 Minuten stand es "nur" 17:21 aus Zwönitzer Sicht. "Mit dem Spiel bis dahin war ich sehr zufrieden", resümierte hinterher auch Trainer Frank Riedel. In der letzten Viertelstunde scheiterten die Gäste dann aber öfter am Auer Torhüter, der bis dahin eher wenig zu fassen bekommen hatte. Im Umkehrspiel schraubten die Gastgeber das Resultat in die Höhe. "Fünf oder sechs Hundertprozentige zu vergeben, darf man sich aber gegen diese Auer einfach nicht leisten", so Riedel, der mit Bill Hofmann, Nico Langer, Tobias Küntzel und vor allem Torgarant Jiri Brecko auf vier wichtige Spieler verzichten musste.

Noch schlimmer waren allerdings die Frauen personell aufgestellt. Trainer Ralf Beckmann hatte nur sechs Spielerinnen und eine Torhüterin in Leipzig dabei - was exakt einer Mannschaft entspricht. "Dann hat sich unsere Spielmacherin Christin Viehweger schon in der dritten Minute an der Hand verletzt. Weil wir aber keine Wechseloption hatten, musste sie auf Rechtsaußen ausweichen und durchspielen", so Beckmann. Das Unheil nahm in der Folge seinen Lauf. Nach einer Viertelstunde, "in der wir quasi nicht stattgefunden haben", stand es 0:12 und die Messen waren bereits gesungen. Dass seine Spielerinnen im zweiten Abschnitt besser in die Partie kamen und den Abstand zumindest konstant hielten, fiel nur noch in die Kategorie Schadensbegrenzung. In der Tabelle sind die Männer weiter Achter, die Frauen Zehnter - beide haben vor dem letzten Spieltag mit dem Thema Abstieg nichts mehr zu tun. (mit bral)

Statistik Zwönitz: Männer: Kerner, Treuter; Anger, Fritsch (3), Hartenstein, Becher, Kotesovec (3), Schlömer (2), Treitschke, Löbner (13/3), Lieberei (1); Frauen: Wetzel; M. Kaulfuß (3), Haunschild (2), Hartenstein (2), Lea Thierfelder (6/4), Viehweger (5), Lisa Thierfelder (5)

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