Altmeister gibt jungen Kickern Tipps

In dieser Woche gastiert Ex-Nationalspieler Peter Ducke mit seinem Fußballcamp wieder in Frankenberg. Gestern musste er aber improvisieren.

Frankenberg.

Seit über einem Jahrzehnt kommt Peter Ducke mit seinem Fußballcamp in den sächsischen Sommerferien inzwischen schon nach Frankenberg. Gestern gab es für ihn dennoch ein Novum. Schuld war das Wetter. "Aufgrund des Regens muss ich mit den Kindern das erste Mal in die Halle ausweichen, was ich sonst eigentlich nicht gern mache." Doch durch den starken Regen blieb dem 68-maligen DDR-Nationalspieler keine Wahl.

Der Umzug in die Halle sei gestern auch deshalb problematisch gewesen, weil unter dem Dach die Abwechslung bei den Spielformen begrenzt ist. "Wir haben uns daher entschlossen, ein kleines Turnier zu spielen", sagt der 76-Jährige. Die 28Camp-Teilnehmer wurden auf vier verschiedene Teams aufgeteilt. "Wichtig ist, dass wir in diesen Altersklassen jede Übung mit dem Ball machen." Ducke lobte das Engagement der jungen Kicker. "Alle sind mit Eifer, Kampfgeist und vor allem Ehrgeiz dabei - und einige Talente habe ich bereits erkannt."

Allein könne er das Camp aber nicht mehr durchführen, sagt er. In dieser Woche helfen ihm der Organisator des Camps, Peter Gawlik, der ehemalige Barkas-Präsident An- dreas Morgenstern und der 18-jährige Moritz Berninger. "Die Jungs haben einen großen Anteil an der Durchführung", so Ducke.

Zum Abschluss der gestrigen Vormittagseinheit wurde in der Frankenberger Dreifelderhalle wieder ein König vom Strafstoßpunkt ausgeschossen. Kurz vor dem Mittagessen stand der elfjährige Max Balzer, der beim TSV Dittersbach auf Torejagd geht, als Sieger fest. "Besonders die Turniere machen mir immer wieder Spaß", sagt der Jugendspieler, der bereits das dritte Mal am Camp teilnimmt. "Mir gefällt es, weil es eine lockere Atmosphäre ist und sich hier jeder verbessert."

Ducke selbst zeigte sich auch diesmal erstaunt darüber, dass sein Camp so gut angenommen wird. Bereits in der vergangenen Woche gab es 30 Teilnehmer. Die jungen Fußballer kamen dabei auch aus Hainichen, Mittweida, Niederwiesa, Flöha und Dittersbach. "Wir haben hier 2007 mit den Fußballcamps angefangen", erinnert sich Peter Gawlik. Damals gastierte die Traditionsmannschaft des FC Carl Zeiss Jena mit Peter Ducke in Frankenberg, und danach blieb Gawlik mit Ducke in Kontakt.

Inzwischen ist das Camp das einzige, bei dem Ducke noch mitmacht. "Aber er sagt ja eigentlich jedes Jahr, dass es das letzte ist", schmunzelt Pawlik. Auch gestern waren solche Töne zu vernehmen. Doch Pawlik ist zuversichtlich, dass er seinen Kumpel zur Durchführung eines weiteren Camps 2019 überreden kann - und zog einen kleinen Trumpf aus dem Ärmel. "Im kommenden Jahr findet die sächsische Landesgartenschau in Frankenberg statt, da lohnt sich das Kommen doppelt." Ducke war nicht abgeneigt. (rosd)

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