Am Ende doch in Feierlaune

Fünf Tage waren junge Sportler der Stadt Freiberg bei den Internationalen Schülerspielen im litauischen Kaunas zu Gast. Neben vielen unvergesslichen Eindrücken haben sie gezeigt, dass sie mit den Besten mithalten können.

Freiberg.

Carola Anschütz hat es auf den Punkt gebracht. "Unsere Sportler mischen auch bei ganz großen Wettkämpfen in der Spitze mit", sagt die Übungsleiterin des Freiberger PSV. Sieben Leichtathleten und sechs Schwimmer hatten die Stadt Freiberg bei den 51. Internationalen Schülerspielen in Kaunas vertreten. Zwar gab es in diesem Jahr keine Medaillen für sie, aber viele gute Platzierungen und neue persönliche Bestleistungen. "Und alle haben großen Kampfgeist an den Tag gelegt", lobt Carola Anschütz, die zum sechsköpfigen Trainer- und Betreuerstab des Freiberger Teams gehörte.

Dabei hatten die Freiberger in der zweitgrößten Stadt Litauens zunächst unter einigen Organisationsproblemen der Gastgeber zu leiden. Dennoch sei die Zeit rasend schnell vergangen, sagt Delegationsleiter Arne Gorzolla. "Eben erst angekommen, war der letzte Wettkampf schon wieder vorbei." Und nach den Anlaufschwierigkeiten, vor allem was Unterkunft, Verpflegung und die Wege zu den Wettkampfstätten anging, überwiege auch diesmal das Positive, betont der 49-jährige Teamchef: "Es waren interessante und abwechslungsreiche Spiele."

So hätten die Veranstalter auf die massive Kritik an der Eröffnungsfeier reagiert und eine stimmungsvolle Abschlussparty inszeniert, "die vor allem für die Sportler und nicht für die Funktionäre veranstaltet wurde", sagt Gorzolla. Allerdings seien auf den Ränge viele Plätze leer geblieben, da einige Teams aus Protest nicht gekommen waren. Zuvor hatten die jungen Freiberger Sportler drei Tage lang ihre Kräfte mit jungen Aktiven aus der halben Welt gemessen. 1500 Aktive aus 90 Städten sowie 34 Ländern waren bei der 51.Auflage der Schülerspiele dabei.

Die Organisation der Wettkämpfe sei professionell gewesen, lobt der Freiberger Delegationsleiter, und die meisten Sportstätten top - allen voran die Schwimmhalle, so Katja Gorzolla, die Trainerin des SSV Freiberg. Die Resultate ihrer sechs Schützlinge konnten sich aber auch sehen lassen. Emily Langer stand zweimal im B-Finale, wo sie über 50und 100 m Schmetterling jeweils als Dritte anschlug - Platz 11 insgesamt. Ilja Sukhanov wurde über 100 m Brust Vierter im B-Finale sowie Fünfter über 50 m Brust. Peter Weigelt schlug ebenfalls im B-Finale über 50 m Brust als Achter an. Meike Meret Wirth landete über 200 m Rücken auf Platz 16, konnte ihre Bestzeit aber erheblich steigern, lobt die Freiberger Trainerin. Angelina Motylenko belegte über 200 m Rücken den 19. Platz, während Sophie Lindner über 50und 200 m Freistil auf die Ränge 39 beziehungsweise 31 kam.

Wertvollstes Ergebnis sei Platz 8 der Mix-Staffel mit Peter Weigelt, Emily Langer, Sophie Lindner und Ilja Sukhanov über viermal 100 m Freistil gewesen, so Katja Gorzolla. Die Staffel der jungen Damen (11.) schlug sich ebenfalls prima.

Auch im Leichtathletik-Stadion sorgte eine Staffel für Furore: Lena Spinde, Laura Michelle Baldauf, Jule Bannach und Samira Beyer sprinteten über viermal 100 m ins B-Finale und dort in 52,61 s auf Rang 5. Voriges Jahr sei das FPSV-Quartett noch eine 54er-Zeit gelaufen, staunt Trainerin Carola Anschütz. Zudem war die 400-m-Zeit von Samira Beyer (1:00,53 min) die viertschnellste der Konkurrenz. Da sie damit "nur" das B-Finale gewann, wurde sie Gesamtneunte. "Mit dieser Superleistung hätte sie im A-Finale um Bronze mitlaufen können", sagt ihre Trainerin. Lena Spinde schaffte den Sprung ins Kugelstoßfinale, wo sie mit 10,27 m auf Platz 7 kam, während Eddie Uhlmann im Hochsprung mit 1,70m auf Rang 9 landete. Marlon Müller steigerte sich im Kugelstoßen auf 13,04 m und belegte Platz 6. Louis Walther lief über 1500 m ins B-Finale, das er in 4:40,69 min als Siebter beendete.

Zum Abschluss stattete die Freiberger Delegation der litauischen Hauptstadt Vilnius einen Besuch ab, "mit Sightseeing und dem traditionellem Abschlussessen", berichtet Arne Gorzolla. Die historische Innenstadt der 526.000-Einwohner-Metropole sei ebenso sehenswert gewesen wie das Zentrum von Kaunas (304.000 Einwohner), das aber deutlich kleiner sei. Den fünftägigen Trip der Bergstädter ins Baltikum dokumentieren mehr als 1000 Fotos. Die Galerie ist seit gestern online. Unterm Strich war auch die 17. Teilnahme einer Freiberger Delegation an den Internationalen Schülerspielen seit 1991 ein großes Erlebnis, sagt Gorzolla und schmunzelt. "Am Ende waren auch wir in Feierlaune."

www.icg-freiberg.de

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