Am Klein-Erzgebirge auf Torejagd

Titelverteidiger HFC Colditz hat sich beim 54.Oederaner Hallenturnier um den Pokal des Klein-Erzgebirges erneut durchgesetzt. Die Gastgeber waren trotz des verpassten Halbfinaleinzuges nicht unzufrieden.

Oederan.

Paul Seiler hatte am Sonnabend im letzten Spiel seiner Mannschaft beim Oederaner Hallenfußballturnier nochmals Grund zum Jubel. Kurz vor dem Abpfiff markierte er sein viertes Tor, sein Team vom Oederaner SC II gewann gegen den Zuger SV 7:0. Doch insgesamt fiel die Freude bei Seiler und seinen Teamkollegen dosiert aus. Denn es handelte sich nur um das Spiel um Platz 7. Dabei war das Halbfinale zum Greifen nah: Ein Gegentreffer fünf Sekunden vor Ultimo im letzten Vorrundenspiel ließ die Hoffnungen wie eine Seifenblase platzen. Der TSV Flöha gewann 3:2, ein Remis hätte dem OSC II zum Weiterkommen gereicht.

Paul Seiler hatte trotz des verpassten Halbfinaleinzugs Spaß. "Ich spiele gern in der Halle, das ist ein guter Ausgleich zur eigentlichen Saison", so der 19-Jährige. Der Offensivspieler wohnt in Augustusburg, spielte früher in seiner Heimatstadt und beim SV Grün-Weiß Leubsdorf. "Dann ergab sich die Möglichkeit, in Oederan Nachwuchs-Landesklasse zu spielen. Die habe ich genutzt", sagt Seiler. Jetzt ist der Pädagogikstudent mittlerweile die vierte Saison beim OSC. Die aktuelle Serie in der Mittelsachsenliga lief für den Offensivakteur aber alles andere als planmäßig. "Schon im dritten Spiel musste ich verletzt vom Platz und konnte insgesamt nur fünf Spiele bestreiten", blickt der junge Stürmer zurück. Erst im Dezember konnte er wieder einsteigen. Trübsal bläst der Fan des FC Erzgebirge Aue und des FC Liverpool deshalb aber nicht. "Ich will mit meiner Mannschaft so viele Punkte wie möglich holen und dafür zehn Tore schießen", zeigt sich Seiler kämpferisch. Drei hat er bereits auf dem Konto. "Paul spielt seine erste Saison bei den Männern. Er geht unbekümmert zur Sache, ist dynamisch und schussstark", sagt OSC-Vize Steffen Neubert. "Auch wenn noch nicht alles klappt, sorgt er für eine deutliche Belebung in unserem Offensivspiel."

Den Turniersieg holte sich am Sonnabend Titelverteidiger Colditz durch ein 2:1 im Endspiel gegen Fortuna Chemnitz. "Chemnitz hat aus meiner Sicht den besseren Fußball gespielt, Colditz war aber einen Tick cleverer", sagt Turnierleiter Neubert. Auf Platz 3 landete der Hainichener FV, der Einheit Bräunsdorf im kleinen Finale bezwang.

Insgesamt war die 54. Auflage des Oederaner Turniers ein Erfolg, so der Turnierchef. "Die Mannschaften haben gute Leistungen gezeigt und sind alle zufrieden nach Hause gefahren." Zudem konnte der OSC 200 Zuschauer in der Sporthalle an der Frankenberger Straße begrüßen. Die Freude wurde beim stellvertretenden Vereinsvorsitzenden jedoch etwas getrübt, da auch die andere Mannschaft der Gastgeber das Halbfinale verpasste. Im letzten Vorrundenspiel fegte das OSC-Team zwar den Zuger SV mit 6:1 von der Spielfläche. Doch die Truppe von Trainer Steffen Günther hätte 7:1 gewinnen müssen, um unter die besten vier Teams zu gelangen. "Sicher hätte ich es gern gesehen, wenn wenigstens eins unserer Teams im Halbfinale gestanden hätte. Doch das ändert nichts an der positiven Gesamteinschätzung", sagt Neubert. Immerhin wurde der OSC nach einem 7:2 gegen Flöha Fünfter.

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