Arnsdorfer Brüder überzeugen bei ersten Rennen

Leon und Kevin Orgis haben bei der Motorrad-Europameisterschaft in Estoril ihre ersten Podestplätze eingefahren. Nur die Technik streikte noch.

Arnsdorf.

Ohne große Erwartungen sind die Arnsdorfer Motorrad-Brüder Kevin und Leon Orgis in ihr erstes Rennwochenende der neuen Saison gegangen. Nach den ersten beiden Läufen in der Superstock-Europameisterschaft blicken sie zufrieden auf die Veranstaltung im portugiesischen Estoril zurück. Denn beide legten verheißungsvolle Auftritte hin und wurden nur von Mitfahrern und der Technik ausgebremst.

"Beide Piloten haben mich mehr als überrascht", sagt Teammanager und Vater René Orgis. "Sich so schnell ohne große Vorbereitung von einer Moto3-Maschine auf eine 600er umzustellen und auch die notwendigen anderen Linien zu fahren ist spektakulär." Die beiden Mittelsachsen, die in der Superstock-Klasse an den Start gehen, erkämpften gleich in ihrem ersten Rennen für das spanische Team Pinamoto RS zwei Podestplätze. Leon Orgis (17) wurde Zweiter, sein älterer Bruder Kevin (19) kam kurz hinter ihm auf Platz 3 ins Ziel. Dabei war besonders für Leon mehr drin. Nachdem er im Qualifying die Pole-Position eroberte, fuhr er bei nassen Bedingungen auf seine Verfolger bis auf 15 Sekunden Vorsprung heraus und bewegte sich damit im gesamten Feld der Moto2-Europameisterschaft, in dem die Superstock-Maschinen integriert sind, auf Platz 15. "In der elften Runde überholte er einen weiteren Fahrer, der allerdings stürzte und Leon mit zu Boden riss", so Vater René. Sein jüngerer Sohn konnte das Rennen zwar wieder aufnehmen, doch die Führung war dahin. Er kam kurz vor seinem Bruder als Zweiter ins Ziel. Kevin Orgis kämpfte während des Laufs mit starken Problemen an der Kupplung.

Beim zweiten Rennen waren in Portugal die Bedingungen ganz anders, denn die Strecke war abgetrocknet. "Auch hier kamen beide super ins Rennen und kämpften in einer Vierergruppe um die Führung", so René Orgis. Doch Leon fiel später aus, da sein Motorrad vom Sturz aus dem ersten Rennen noch einen Folgeschaden hatte. Seinem älteren Bruder holten die Kupplungsprobleme wieder ein. Er wurde hier Vierter. "Die technischen Probleme bekommen wir definitiv in den Griff. Somit kann das eine richtig gute Saison für beide werden", sagt der Teamchef.

Bereits am letzten April-Wochenende sind die Arnsdorfer dann wieder gefordert - dann geht es im spanischen Valencia um die nächsten Punkte in der Superstock-Klasse. Nachdem beide Piloten im Vorjahr noch in der Moto3-Junioren-Weltmeisterschaft an den Start gegangen sind, wechselten sie 2019 vor allem aufgrund der in die Höhe geschossenen Kosten in der Moto3 in die Superstock-Klasse.

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