Auch Fans sammeln für die Oberliga

Handball: HSG arbeitet an Schließung des Etatlochs

Freiberg.

Die Oberliga-Handballer der HSG Freiberg haben sich, aber auch ihren zahlreichen Fans mit dem 31:20-Sieg gegen den SV Oebisfelde und dem positiven Punktekonto zum Jahreswechsel ein schönes Geschenk bereitet. Aber es gibt auch ein Weihnachtsgeschenk der Fans: Fast 1000 Euro sind mittlerweile in der Spendenbox gelandet, die vom HSG-Fanclub nach Bekanntwerden der Deckungslücke im Etat der Spielbetriebsgesellschaft aufgestellt wurde. "Eine tolle Aktion", freut sich HSG-Geschäftsführer Stefan Lange (Foto) über die Initiative des Fanclubs. Das zeige, wie verbunden die Mitglieder mit dem Verein sind.

Der "harte Kern", der etwa 20 bis 25 Leute zähle, "ist seit Jahren mit viel, viel Herzblut dabei", so Lange. Der Fanclub hatte die Spendenbox bei den beiden letzten Heimspielen des Jahres gegen den HBV Jena und gegen Oebisfelde aufgestellt. Vergangenen Sonntag hatten die Fans zudem Wichtelmützen gekauft, die sie jedem neuem Spender überreichten. Am Ende waren eine ganze Menge grünbemützter Wichtel unter den 420 Zuschauern der Grubehalle zu entdecken.

Zuvor hatte der HSG-Manager bereits bei einem Info-Abend mit Sponsoren und Freunden des Vereins Einblick in die Finanzstruktur der Spielbetriebs GmbH gegeben und einen Kostenplan für 2020 vorgestellt. Nach dem plötzlichen Wegfall eines Hauptsponsors fehlt dem Viertligisten für die aktuelle Saison ein hoher fünfstelliger Betrag. Man versuche, das Loch zum einen mit einer Sonderzahlung der anderen Sponsoren zu stopfen, zum anderen sollen sich auch der Verein und die Spieler beteiligen. Zudem prüfe die Stadt, ob zusätzliche Werbeflächen in der Ernst-Grube-Halle möglich sind, "zum Beispiel auf dem Parkett", erklärt der HSG-Geschäftsführer.

Die Mitteldeutsche Handball-Oberliga soll in Freiberg unbedingt erhalten werden, so Lange. Anfang des Jahres soll gemeinsam mit Sponsoren ein neues Finanz- und Sponsoringkonzept erarbeitet werden. Im Moment sehe es gut aus, sagt Stefan Lange, "dass wir die aktuelle Saison wie geplant zu Ende spielen können." Bis Ende April muss zudem die Meldung für 2020/21 erfolgen. Er sei aber sehr optimistisch, dass auch ab Herbst Oberliga-Handball in der Grubehalle gespielt wird, so der Manager. "Alle Reaktionen bislang waren extrem positiv." (sb)

0Kommentare

Die Diskussion wurde geschlossen.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...