Auerswalder stürmen ins Endspiel

Die Kicker des SV Wacker Auerswalde haben den SV Mulda mit 3:1 (2:0) bezwungen und freuen sich nun auf das Finale auf dem heimischen Sportplatz. Durch den Finaleinzug gibt es für die Elf eine weitere Belohnung.

Auerswalde.

Dirk Winter, dem Trainer der Fußballer von Wacker Auerswalde, war am Sonntag nicht unbedingt anzumerken, dass seine Mannschaft kurz zuvor den Einzug ins Pokalfinale geschafft hatte. "Ich bin stolz auf die Jungs", sagte er in einem eher nüchternen Ton. Von Euphorie keine Spur. Es wirkte fast so, als hätte er mit seiner Mannschaft den ganz großen Coup im Blick, um dann eventuell die Sau rauszulassen. Der 3:1 (2:0)-Heimsieg im Halbfinale gegen den SV Mulda war auf jeden Fall verdient. Damit dürfen sich die Auerswalder nun am kommenden Sonntag auf ein Endspiel auf dem heimischen Platz freuen. Gegner ist Fortuna Langenau.

"Ich möchte keinen herausheben, da die Jungs sehr geschlossen aufgetreten sind", lobte Winter. Wichtig sei vor allem gewesen, sich mit kleinen gelungenen Aktionen in die Partie zu kämpfen, so der Coach. "Die Jungs haben sich danach immer wieder gegenseitig angefeuert, was sehr geholfen hat."

Die Partie begann bei sommerlichen Temperaturen flott. Schon nach wenigen Minuten tauchte der Auerswalder Thomas Wiedemann allein vor Gästetorwart Justin Becker auf, doch dieser klärte zur Ecke. Hier hatte im Anschluss Thomas Küchenmeister die Chance, verzog aber. Die Muldaer bekamen in der Anfangsphase ebenfalls ihre Möglichkeiten. Doch Florian Buchau fand in Wacker-Schlussmann Valentin Edel seinen Meister, zudem ging ein Versuch von Lukas Erler neben das Tor.

Im Anschluss waren die Gäste bemüht, keine Chancen zuzulassen. Was dabei auf der Strecke blieb, war ihr sonst durchaus gefälliges Kurzpassspiel. Oft versuchten es die Muldaer über lange Bälle, die die groß gewachsenen Defensivakteure der Auerswalder aber zumeist locker wieder aus der Gefahrenzone befördern konnten. "Die langen Bälle waren am Ende nicht das richtige Mittel gegen diese Abwehr", sagte der Muldaer Trainer Sebastian Kraut.

Die Lufthoheit der Gastgeber zahlte sich auch in der 26. Minute aus: Der 39-jährige Dominic Fries, der eine starke Partie ablieferte, wuchtete den Ball nach einer Ecke per Kopf in die Maschen. Kurz darauf hätte der Mittelfeldspieler auf 2:0 erhöhen können, doch hier faustete Becker seinen Freistoß zur Seite weg.

Die Gastgeber drückten weiter: Eine nächste Chance von Christian Gayek klärte der Muldaer Anthony Viktor kurz vor der Torlinie. Doch danach belohnten sich die Wacker-Kicker noch einmal: Vereinschef Denny Haunstein legte mit dem Rücken zum Tor auf Tim März ab. Dessen Linksschuss schlug rechts im langen Eck ein. Kurz darauf hätten die Auerswalder noch weiter erhöhen können, als Haunstein SVM-Hüter Becker umkurvte. Doch den anschließenden Schuss fingen die Muldaer kurz vor der Torlinie ab. Kurz darauf war Halbzeit.

In den zweiten 45 Minuten zeigten sich die Gäste aggressiver. Buchau hatte Sekunden nach Wiederanpfiff die Chance zum Anschluss, doch Edel war zur Stelle. In der 56.Minute erzielte dann Luis Schlesier nach Vorarbeit von Eric Baumgart das 1:2, das nach einer kurzen Diskussion zwischen Schiedsrichter und seinem Assistenten auch anerkannt wurde. "Hätten wir jetzt nachgelegt, wären wir am Ende weitergekommen", sagte Sebastian Kraut.

So kam es jedoch nicht. Thomas Wiedemann und Fries hatten die nächsten Kopfballchancen für Auerswalde. In der 73. Minute sorgte Thomas Küchenmeister für die Entscheidung: Nach einem weiten Einwurf musste er am langen Pfosten die Kugel nur noch über die Linie köpfen. Durch den Einzug ins Pokalfinale haben sich die Auerswalder für die kommende Saison auch schon ein Bonusspiel gesichert: Da mit Fortuna Langenau der Aufsteiger in die Landesklasse das Endspiel erreicht hat, sind beide Teams für die 1.Runde des Sachsenpokals qualifiziert.

0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.