Auf das Bangen folgt der Jubel

Die beiden Tanzgruppen der "Dancing Sox" aus Frankenberg haben beim Deutschland-Cup wieder vordere Platzierungen erreicht. Die Junioren schafften es erstmals überhaupt auf einen Podestplatz - und das trotz eines Fauxpas.

Frankenberg.

Die "Dancing Sox Juniors" sind 2012 erstmals beim Deutschland-Cup im DTB-Dance dabei gewesen. Nach der Premiere in Witten vor sechs Jahren waren sie Stammgast beim Bundesfinale. In der Kleinstadt am Rand des Ruhrgebiets schloss sich der Kreis am Wochenende überaus erfolgreich. Die Junioren-Tänzer schafften es beim Bundesfinale erstmals überhaupt, eine Medaille zu holen. Sie wurden trotz eines Punktabzugs Dritter.

"Es war ein Hoffen und Bangen", sagt die Trainerin der Tänzerinnen, Martina Funke. Ihr Team habe kurz vor der Siegerehrung erfahren, dass es mit einem Punktabzug rechnen müsse. "Eine unserer Tänzerinnen soll in der Euphorie aus Versehen die Wettkampffläche verlassen haben", so die Trainerin. Solche Regelverstöße werden - wie übrigens zum Beispiel auch das Verlieren einer Haarnadel während der Kür - rigoros geahndet. "Uns wurde ein Zehntelpunkt abgezogen", sagt die Trainerin. Als die Plätze der Finalteilnehmer von Rang 8 nach vorn verkündet wurden, gab es letztlich kein Halten mehr. "Als der Vierte aufgerufen wurde und unser Name immer noch nicht fiel, war klar, dass wir eine Medaille sicher haben", sagt Funke. Für die Juniorengruppe, aus der vier junge Damen aufgrund der Altersbeschränkung das letzte Mal beim Bundesfinale mitwirken durften, sei dies ein toller Abschluss. "Sie haben bis auf ganz kleine Fehler wirklich toll getanzt und sind sogar erstmals direkt nach den Vortänzen ins Finale eingezogen", so die Trainerin.

Während sich die kleinen "Dancing Sox" am Samstag somit einen Tanz sparten, "durfte" die große Gruppe noch einmal in der Zwischenrunde aufs Parkett und sicherte sich da das Finalticket. Am Ende reichte es für einen 5. Platz. "Und diesen kann ich gar nicht hoch genug einordnen", sagte die 54-jährige Übungsleiterin. "Die Gruppe hat sich im Laufe des Wettkampfs gesteigert und das trotz der kleinen Umstellung im Vorfeld." Da eine Tänzerin sich den Finger gebrochen hatte und im Hinblick auf das Bundesfinale kein Risiko eingehen wollte, reaktivierten die Tänzerinnen Anne Meisel - und dass, obwohl diese in diesem Jahr erst Mutter wurde. "Es war für alle ein hoher organisatorischer Aufwand, doch die Mädels haben das super gemacht", lobt Funke ihre ältere Gruppe. "Teilweise haben sie mit Anne individuell trainiert und während der Einheiten immer auch das Kind betreut." Binnen vier Wochen wurde die junge Mutter fest integriert und war bei der Reise nach einer neuen Erde - so das Thema ihrer Kür - ein fester Bestandteil des Teams.

Während es in der Jugendgruppe aufgrund der Altersstruktur einige Veränderungen geben wird, ist sich Martina Funke sicher, dass die Erwachsenen noch einige Jahre zusammenbleiben. "Sie haben auf der Rückfahrt von Witten bereits neue Pläne für die Zukunft geschmiedet", sagt sie. Schwierig sei die Organisation allemal, vor allem weil die Tänzerinnen inzwischen aus Dresden, Leipzig und Chemnitz zu den Trainingseinheiten anreisen.

In diesem Jahr wollen die "Dancing Sox" noch beim Tanzpokal in Dresden sowie beim Tanzfest in Döbeln teilnehmen. "Danach ist die Saison vorbei, sodass wir ab November neue Choreografien üben."

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