Aufsteiger überrascht auswärts

Der Siebenlehner SV hat in Oederan mit 3:2 gewonnen und die rote Laterne abgegeben. Der Sieg beim Fünften war keinesfalls unverdient.

Oederan.

Oederans Trainer Steffen Günther hatte nach dem Abpfiff keine Lust, über die Leistung seiner Mannschaft lange zu debattieren. "Wir haben es heute einfach nicht verdient zu gewinnen", fasste er das Geschehene kurz zusammen. Viel gesprächiger hingegen zeigte sich Siebenlehns Übungsleiter Andreas Schnobl. Dies war nicht weiter verwunderlich, denn seine Mannschaft, vor dem Spieltag noch als Tabellenletzter geführt, gewann beim Fünften Oederaner SC 3:2 (1:1) und gab die rote Laterne nun nach Brand-Erbisdorf weiter.

"Wir haben an die gute Leistung der Vorwoche angeknüpft und uns mit einfachen Mitteln den Sieg erkämpft", erklärte Schnobl. "Aus meiner Sicht war der Dreier nicht unverdient." Damit traf er den Nagel auf den Kopf. Seine Truppe warf alle kämpferischen Tugenden auf den Rasen und machte dem OSC das Leben schwer. Nach der Führung durch Tom Adam (25.) kassierte Siebenlehn zwar vor der Halbzeitpause den Ausgleich, ging aber kurz nach Wiederanpfiff erneut in Front: Ein Freistoß von Felix Fiedler ging an Freund und Feind vorbei und landete schließlich zum 2:1 für die Gäste im Tor. Dabei sah die Hintermannschaft der Gastgeber alles andere als gut aus. Nach einer Stunde hatte Florian Tschentscher den Ausgleich auf dem Fuß, doch er jagte den Ball aus drei Metern über das Gehäuse.

Dass Steffen Günther der Auftritt seiner Elf nicht gefiel, zeigte sich auch darin, dass der OSC-Coach zügig sein Wechselkontingent ausschöpfte. Geschmeidiger lief das Oederaner Spiel deshalb nicht. Zehn Minuten vor dem Abpfiff konnten die Platzherren einen Konter der Siebenlehner nur per Foul unterbinden. Den Freistoß wehrte Robby Thomas im OSC-Tor gerade noch ab, doch den Nachschuss beförderte Benjamin Schwenke zum 3:1 ins rechte Dreiangel. "Der ist eigentlich rechter Verteidiger und pendelt zwischen erster und zweiter Mannschaft", verriet Siebenlehns Trainer Schnobl schmunzelnd.

In der letzten Minute verkürzte Paul Seiler noch auf 2:3, doch mehr passierte nicht auf dem zum Fußballspielen nur bedingt geeigneten Oederaner Rasen. "Wir haben verdient verloren", sagte Kevin Thiele. Den Vorwurf, dass er und seine Teamkollegen das Schlusslicht unterschätzt hätten, wollte der Oederaner nicht gelten lassen. "Wir hatten es im Abschlusstraining noch einmal deutlich angesprochen, dass so etwas nicht passieren darf. Und ich denke, dass auch niemand solche Gedanken hatte." Auf dem Platz habe aber schon die Körperspannung gefehlt, so Thiele -während aus der Siebenlehner Kabine großer Jubel drang.

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