Auftaktmatch lässt viele Wünsche offen

Die zweite Mannschaft von Germania Mittweida hat das Eröffnungsspiel der Mittelsachsenliga gegen Motor Rochlitz mit 2:0 (2:0) gewonnen. Bei beiden Teams war noch mächtig Sand im Getriebe.

Mittweida.

Fußballfans, die am Freitagabend einen Besuch des Mittweidaer Altstadtfestes dem Eröffnungsspiels der Mittelsachsenliga vorgezogen hatten, mussten sich nicht grämen. Sie hatten nicht viel verpasst. Das Derby zwischen dem SV Germania Mittweida II und dem BSC Motor Rochlitz war spielerisch kein Leckerbissen. Die Mittweidaer gewannen zwar souverän mit 2:0, konnten aber nicht überzeugen. In Rochlitz freuten sich die Verantwortlichen vor allem, dass die Niederlage nicht allzu hoch ausfiel.

"Dass bei uns spielerisch noch nicht viel zusammenläuft, war mir vor dem Anpfiff klar", sagte der neue Trainer der zweiten Mittweidaer Mannschaft, Sebastian Voigt. "Mir war wichtig, dass wir viel Ballbesitz haben." Speziell für die Spieler, die vor kurzem noch in der Mittweidaer Landesliga-Mannschaft standen, sei die neue Liga eine Umstellung, so der Coach. Mit Silvio Grötzsch, Rick Borchardt und Patrick Richter hatte Voigt am Freitag gleich drei von ihnen aufs Feld geschickt.

Das Trio drückte dem Mittweidaer Spiel gegen Rochlitz aber schon seinen Stempel auf. Richters Diagonalbälle aus der Innenverteidigung sorgten immer wieder für Tempoläufe, die anderen Akteure sorgten für die beiden Tore am Freitagabend. Bereits in der 6. Minute hebelten die Mittweidaer die Gästeabwehr aus und Borchardt traf mit einem Schlenzer. In der Folge bestimmten die Hausherren die Partie, aber ohne groß zu Chancen zu kommen. Das 2:0 fiel bereits in der 27.Minute, als der Rochlitzer Daniel Näther bei einem Klärungsversuch nicht den Ball, sondern nur Patrick Richter traf. Den fälligen Foulelfmeter verwandelte Silvio Grötzsch souverän.

In der 2. Halbzeit waren die Rochlitzer bemüht, noch einmal Spannung in die Partie zu bringen. Doch mehr als einige Fernschüsse, die leichte Beute für den Mittweidaer Torwart Robert Schmidt wurden, sprangen nicht heraus. "In der Offensive fehlt uns einfach noch die Durchschlagskraft", sagte Rainer Schönfeld, der Mannschaftsleiter der Rochlitzer. BSC-Trainer Thomas Brumme war von seinem Team in anderen Bereichen schon sehr angetan. "Kämpferisch hat mich die Mannschaft überrascht. Spielerisch gesehen war es uns klar, dass es hier schwierig werden würde."

Dennoch müssen die Rochlitzer für einen halbwegs gelungenen Saisonstart schnell in der Offensive überzeugen. Am Sonntag empfangen sie den BSC Freiberg II, danach geht es zum Derby nach Geringswalde. Bei Germania II nimmt Sebastian Voigt die Rolle des Geheimfavoriten nicht an. "Klar haben wir Verstärkungen bekommen, aber es dauert, bevor die Automatismen greifen", erklärte der Coach. "Zudem haben wir fünf Studenten im Team, bei denen wir noch nicht richtig wissen, wie es nach ihrem Studium weitergeht."

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