Aus dem Abstiegskampf ins Meisterrennen

Die Handballerinnen von Motor Rochlitz haben ihren Höhenflug in der Bezirksklasse fortgesetzt. Dagegen hängt bei den Männern die rote Laterne.

Rochlitz.

Noch im Herbst hatten die Bezirksklasse-Handballerinnen von Motor Rochlitz zu kämpfen, sich einen Puffer zu den Abstiegsplätzen zu verschaffen. Zwei Punkte hatten sie nach vier Partien erst zu Buche stehen. Seitdem geht es mit den BSC-Damen aber steil bergauf. Aus den nächsten acht Partien erkämpften sie 13 Punkte. Vorläufiger Höhepunkt dieser Serie war der 26:24-Auswärtserfolg bei Spitzenreiter TSV Oelsnitz am Samstag. Der Lohn ist der 4. Platz in der Tabelle, nur noch drei Punkte hinter ihrem Gegner vom Sonntag, also praktisch im Meisterrennen.

Doch BSC-Trainer Daniel Eckelt stapelt etwas tiefer. "Wir wissen, wo wir herkommen, wollen aber dennoch so lange wie möglich oben dranbleiben", sagt er. Doch speziell in der ersten Halbzeit habe man gesehen, dass noch viel Arbeit vor der Mannschaft liegt. "Wir sind mit der offensiven Manndeckung von Oelsnitz zunächst gar nicht zurechtgekommen." Spielmacherin Alexandra Schwartz wurde zugestellt, ihre Kolleginnen fanden im Aufbau kaum Mittel, um zu Torabschlüssen zu kommen. "Wir haben da viele komische Sachen gemacht", so Eckelt. Daraus resultierten technische Fehler, die die Gastgeberinnen zu Kontertoren nutzten. "Die Bewegung ohne Ball war da gar nicht da. Zur Halbzeit hatten wir Glück, dass wir nur 12:15 zurücklagen, denn es hätten auch sechs oder sieben Tore sein können."

Zu Beginn der zweiten Halbzeit unterliefen plötzlich den Oelsnitzerinnen die technischen Fehler, sodass Eckelts Mannschaft schon zur 35. Minute ausglich (16:16) und kurz darauf in Führung ging. Diese bauten sie in der Schlussviertelstunde noch etwas aus und brachten den Auswärtssieg sicher unter Dach und Fach. Doch den Siegersekt habe es in der Kabine diesmal nicht gegeben, sagt Daniel Eckelt. "Die Mädels sind inzwischen auf Radler umgestiegen, vielleicht liegt der Erfolg ja unter anderem auch darin begründet", sagt der Coach mit einem Schmunzeln. Am Samstag wollen die Spielerinnen wieder zuhause anstoßen. Zuvor wartet mit dem Tabellenneunten, der HSG Langenhessen/Crimmitschau II, aber eine knifflige Aufgabe.

Nichts zu feiern gab es indes für die Bezirksklasse-Männer der HSG Rochlitz/Geringswalde. Sie verloren am Sonntag ihr Auswärtsspiel beim Chemnitzer HC II mit 22:25 (12:9). Dabei starteten die Gäste in der ersten Halbzeit famos. Bis zur Pause erspielten sie sich einen 12:9-Vorsprung, den sie kurz nach Wiederanpfiff noch leicht ausbauten. Die Führung hielt bis zur 51. Minute, als die Chemnitzer zum 19:19 ausglichen. Danach hatten die Hausherren das bessere Ende für sich und zogen in den letzten drei Minuten noch auf drei Tore davon. Die Rochlitzer und Geringswalder Handballer sind mit nur einem Saisonsieg weiterhin Schlusslicht der Staffel. Sie empfangen am Samstag den Neunten, HC Einheit Plauen II, und müssen für den Klassenerhalt so langsam punkten.

In der Kreisliga der Frauen hat der Geringswalder HV eine derbe 9:26-Niederlage beim VfB Flöha kassiert. Die Geringswalderinnen sind weiter punktloses Schlusslicht dieser Liga. (rosd)

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