Barkas stürmt der restlichen Konkurrenz auf und davon

Morgen steigt in der Fußball-Mittelsachsenliga der letzte Spieltag des Jahres. Sechs Regionalvertreter haben die Liga in diesem Jahr bereichert. Die Frankenberger legten eine beeindruckende Siegesserie hin und setzen sich nun ein großes Ziel.

Frankenberg/Rochlitz.

Als Marcus Oestreich in der Winterpause dieses Jahres das Traineramt beim Mittelsachsenligisten Barkas Frankenberg (1. Platz/39 Punkte) von Peter Günther übernahm, war die Barkas-Elf hinter den Erwartungen zurück geblieben. Damals waren die Frankenberger schon nach der Hälfte der Saison aus dem Meisterschaftsrennen. Es ging lediglich nur darum, die Saison vernünftig zu beenden. Mit neun Siegen sorgte Oestreich in der Rückrunde für eine beeindruckende Serie bei den Frankenbergern, die die Saison noch auf Platz 4 beendeten und mit Torsten Frank (30 Tore) zudem den besten Torschützen der Liga in ihren Reihen hatten. In dieser Saison setzte sich das in den Punktspielen nahtlos fort: Rechnet man das abgesagte und für Barkas mit 2:0 gewertete Punktspiel gegen den BSC Freiberg II hinzu, kann Marcus Oestreich saisonübergreifend auf 22 Punktspielsiege in Folge blicken.

Erst in der vergangenen Woche erwischte es Barkas bei der 2:3-Niederlage in Lichtenberg erstmals auch in der Liga. Trotzdem stehen die Frankenberger weiterhin unangefochten an der Spitze der Tabelle und haben ihr Ziel, 52 Punkte, klar nach oben korrigiert. "Wir wollen auch in der Rückrunde so konstant spielen. Weil das die Voraussetzung ist, um in der Landesklasse zu bestehen", sagt Marcus Oestreich.

Allerdings sei man trotz der aktuell 13 Zähler Vorsprung auf die Konkurrenz "noch lange nicht durch", mahnt der Barkas-Coach. Wenn es morgen um die letzten Punkte des Jahres geht, müssen die Frankenberger noch einmal aufpassen: Der starke Aufsteiger Motor Brand-Erbisdorf (4./25) gehört mittlerweile zur Verfolgergruppe von Barkas.

Nachdem der BSC Motor Rochlitz in der vergangenen Saison bereits in der Hinrunde ordentlich punktete, lief auch die Rückrunde souverän. Der aktuelle Tabellensiebte (23 Punkte) beendete die alte Spielzeit auf Platz 5 und war überdies das fairste Team der Liga. In dieser Saison stehen die Rochlitzer in der Fairplay-Tabelle zwar ziemlich weit unten, doch in den vergangenen Spielen ist ein deutlicher Aufwärtstrend bei den Resultaten erkennbar. "Zu Beginn hatten wir enorme Verletztenprobleme und sind teilweise nur mit elf Mann zu Auswärtsspielen gefahren", sagt Trainer Bertram Fischer. Nun hat sein Team sogar Tuchfühlung zu vorderen Tabellenregionen aufgenommen. Morgen gastiert der TSV Flöha (8./22) in Rochlitz.

Die Reserve von Germania Mittweida (10./15) war als Aufsteiger in der abgelaufenen Saison schnell im sicheren Fahrwasser. Im meist schwierigen zweiten Jahr nach dem Aufstieg haben sich die Mittweidaer inzwischen auch in der Tabelle nach oben gekämpft. Was bleibt, sind Schwächen in der Offensive. Lediglich 20 Treffer haben die Mittweidaer vor dem morgigen Spiel bei Pokalsieger TSV Großwaltersdorf (5./23) erzielt, allerdings auch erst 18 Gegentore kassiert.

Für den SV Union Milkau (12./10), der sogar mit einem negativen Torverhältnis den Sprung in die Mittelsachsenliga geschafft hatte, scheint die Runde in der höchsten Spielklasse des Kreises derzeit zu schwierig zu sein. Milkau punktete zu Beginn der Saison, inzwischen blickt der Neuling allerdings auf neun Niederlagen am Stück zurück. Trainer Mirko Trommer zeigte sich nach der Derby-Niederlage gegen Rochlitz (1:5) angekratzt wie noch nie zuvor und bemängelte vor allem den fehlenden Teamgeist. Beim Kellerduell bei Eintracht Erdmannsdorf/Augustusburg (14./5) kann sein Team morgen für einen versöhnlichen Jahresausklang sorgen.

Teil der diesjährigen Mittelsachsenliga waren auch die beiden Absteiger aus der Region, der Hainichener FV sowie die SG Striegistal. Die Hainichener erzielten am letzten Spieltag in der vergangenen Saison mit der letzten Aktion auf dem Sportplatz in Riechberg gegen den TSV Großwaltersdorf den 2:1-Siegtreffer und feierten die vermeintliche Rettung. Doch durch die Landesklasse-Abstiege des SV Lichtenberg und des TSV Flöha erwischte es das Team von Thomas Pretschner dennoch. Letztlich fehlte ein Punkt zur Rettung.

Für die SG Striegistal war das Schicksal schon eher besiegelt. Mit lediglich 8 Punkten zierten sie den Großteil der Saison das Ende der Tabelle und standen frühzeitig als Absteiger fest. "Es war eine schöne Zeit in der Liga. Leider hat es am Ende sportlich nicht gereicht", bilanzierte Trainer Roland Werner, der den Wiederaufstieg seit dem 1:1 gegen Siebenlehn in der Mittelsachsenklasse nun aber abgehakt hat.

Mittelsachsenliga, 15. Spieltag - So., 14Uhr: BSC Motor Rochlitz - TSV Flöha, Eintracht Erdmannsdorf/A. - Union Milkau, TSV Langhennersdorf - Einheit Bräunsdorf, TSV Großwaltersdorf - Germania Mittweida II, Barkas Frankenberg - FSV Motor Brand-Erbisdorf, Oederaner SC - SV Lichtenberg; BSC Freiberg II - TSV Falkenau (verlegt auf 11. 3.)

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