Bauchlandung vermeiden

Die Bezirksliga-Handballer von Fortschritt Mittweida empfangen den Spitzenreiter. Trotz der andauernden Personalnot sieht der TSV-Trainer darin auch Vorteile.

Mittweida.

Die Kranken- und Verletztenmisere bei den Handballern des TSV Fortschritt Mittweida reißt nicht ab: Nun hat es auch Stefan und Sebastian Natzschka erwischt. Deshalb muss der Mittweidaer Trainer Marco Bischoff am Samstag mit einer Rumpftruppe antreten - ausgerechnet gegen den Primus der Bezirksliga, die HSG Sachsenring.

"Das Gute bei so wenigen Spielern ist, dass ich so wenigstens kaum Wechselfehler machen kann", sagt Bischoff mit einem Schmunzeln. Seine verbleibenden Akteure haben aber auf alle Fälle "schon Bock auf das Duell gegen die HSG", freut sich der Coach. Da er die Fortschritt-Handballer erst seit dieser Saison trainiert, wisse er nicht viel vom Gegner. Aber viele seiner Schützlinge haben schon oft gegen die HSG gespielt und wissen, dass sie eine technisch starke Mannschaft empfangen. "Es ist schön zu sehen, dass sich die Jungs auf die Partie freuen. Die Punkte zu Hause zu behalten wird mit Sicherheit nicht einfach werden, aber die Hoffnung stirbt zuletzt", so Bischoff.

Dafür müsse seine Mannschaft aber eine ähnlich gute Leistung abliefern wie am vergangenen Wochenende in der zweiten Halbzeit beim 32:24-Erfolg in Niederwiesa. Dort erzielte die Mittweidaer Offensive nach der Pause 19 Treffer.

Der Fortschritt-Angriff (282 Tore in zehn Spielen) ist derzeit der drittbeste der Bezirksliga, auch dank der zuletzt stark aufspielenden Philipp Rogler (45 Saisontreffer) und Matti Schott (40). Doch die nächste Hiobsbotschaft wartete bereits: Schott wird in der Winterpause operiert und in der Rückrunde nicht zum Einsatz kommen. "Wir müssen sehen wie wir das kompensieren, es wird nicht gerade einfacher", sagt der Mittweidaer Trainer.

Bischoff blickt aber mit einem guten Gefühl auf die erste Saisonhälfte zurück. "Der Anfang war wie erwartet schwer, aber nach einer Veränderung auf der Trainerposition braucht es nun einmal seine Zeit bis alles fruchtet. Zuletzt lief es immer besser."

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