Begeisterung pur bei der Neuauflage

153 Sportler haben beim Comeback des Rochlitzer Bergtriathlons in sechs Wettbewerben ihre Kräfte gemessen. Auch die Freiberger Aktiven konnten sich gut ins Szene setzen.

Rochlitz/freiberg.

Der Mann mit der Startnummer 77 konnte sich am Ende doppelt freuen: Oberbürgermeister Frank Dehne hat dem Rochlitzer Bergtriathlon mit 153 Teilnehmern nicht nur neues Leben eingehaucht. Er hat es auch geschafft, die Olympische Distanz im Einzelwettbewerb (1 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer laufen, zu absolvieren. Im Ziel überwog die Erleichterung beim OB: "Ich bin total zufrieden, dass ich das durchgehalten habe, aber noch wichtiger ist, dass die Leute hier eine tolle Veranstaltung erlebten."

26 Grad notierte die Wetterstation in Rochlitz, als in der Sandgrube Biesern um 11 Uhr der Startschuss fiel. Nach einem Kilometer durch den See stand für die Radler ein doppelter Rundkurs von je 20 Kilometern mit insgesamt knapp 700 Höhemetern an, bevor es auf die zehn Kilometer lange Laufstrecke über den Rochlitzer Berg ging. Daneben fanden Wettbewerbe im Halbmarathon und über die Sprintdistanz (400 m/ 20 km Rad/4 km) statt.

Bei Rostern und kühlen Getränken verfolgten die Zuschauer auf dem Markt verfolgt, wie Christian Fritze und Ralf Ronneburger gemeinsam ins Ziel liefen und sich den 1. Platz über die Olympische Distanz teilten. Der Sensor an der Zielschranke piepte doppelt bei einer Zeit von 2:15:55. Dirk Schneider vom SC Plauen sicherte sich den Sieg auf der Sprintdistanz, das Team Up and Away in der Staffel, Ronald Dietz gewann den Halbmarathon und Georg Semmler vom SV Großwaltersdorf triumphierte auf der 10 km-Strecke.

"Das Profil des Rochlitzer Triathlons ist wohl das anspruchsvollste in Sachsen", sagt der ehemalige Rochlitzer Triathlet, Andreas Clauß. Clauß gewann den ersten Rochlitzer Bergtriathlon und dazu Wettbewerbe rund um den Globus. Er war, wie es ausdrückt, "erster Ossi, der Micky Maus im Disneyland beim Orlando-Triathlon gesehen hat." Gut drauf war Clauß vor allem als Moderator. Sein Fazit: "Dieser Bergtriathlon hat ein absolutes Revival gefeiert."

Auch die "Mädels" des TSV 92 Freiberg, die als eine von zehn Staffeln ins Rennen gingen, unterstrichen das dick: "Schön, dass Mittelsachsen wieder einen Triathlon hat", sagt Claudia Hanisch. Sie hatte im TSV-Trio den Rad-Part übernommen und kam mit der starken Schwimmerin Katleen Schierz und Läuferin Wine Müller auf Platz 7 ein. "Ein sehr schöner, aber auch sehr harter Wettkampf", meint die 37-jährige Ausdauersportlerin, die 2017 ihren ersten Ironman plant.

TSV-Vereinschef Alexander Henker hatte die Olympische Distanz in 2:26:57 Stunden geschafft. Damit war der 57-Jährige im Alleingang eine knappe Stunde schneller als seine Mädels und belegte in der Gesamtwertung Platz 10. Kommenden Samstag ist der TSV 92 nun selbst Gastgeber, wenn der 34. Freiberger Herbstlauf ansteht. (mit sb)

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