Bei Rotationern läuft es rund

Vier Göritzhainer Sportler nahmen beim Rennsteiglauf den Halbmarathon in Angriff. Der Vereinschef ärgerte sich über ein knapp verpasstes Ziel.

Göritzhain/Mühlbach.

Etwas traurig ist Benjamin Zschage schon gewesen, als er am Samstagvormittag nach über 21 Kilometern das Ziel des Rennsteiglaufs passiert hatte. Gegenüber dem Vorjahr hatte er sich bei seiner zweiten Teilnahme beim Halbmarathon um acht Minuten verbessert, doch für eine magische Grenze fehlten 12 Sekunden.

"Dann wäre ich tatsächlich unter zwei Stunden angekommen, insofern war das schon ärgerlich", sagt der 30-jährige Vereinschef von Rotation Göritzhain, der sich im Vorfeld nicht großartig auf den Rennsteiglauf vorbereitet hatte. "Die Generalprobe war in der Woche zuvor der Trimm-Trab in Wechselburg. Und ansonsten hält mich ja der Fußball fit", sagt er. Bereits am Sonntag spielte er beim 1:1 seiner Göritzhainer Kreisliga-Kicker gegen Herrenhaide schon wieder 90 Minuten durch. "Es war ein sportliches Wochenende."

Doch im Thüringer Wald halfen auf dem Rennsteig die Erfahrungswerte. "Ich wusste ja aus dem Vorjahr, wo die giftigen Anstiege auf mich warten", so Zschage, der gemeinsam mit seinen Vereinskameraden Pierre Kremkow sowie Maika und Jörg Müller auf die Halbmarathon-Distanz gingen. Mit Gabi und Andreas Vollstädt sowie Katja Eckardt und Tina Beitlich nahmen noch vier weitere Göritzhainer die Nordic-Walking-Strecke über 17km in Angriff. "Das Wetter war echt traumhaft für die Läufer. Und ich denke mal, dass es für die meisten darum ging, einfach anzukommen", sagt der Göritzhainer Vereinschef. Allerdings war dafür frühes Aufstehen angesagt: "Unser Start war 7.30Uhr, sodass um 4.30 Uhr der Wecker geklingelt hat." Die Göritzhainer übernachteten von Freitag bis Sonntagmorgen in Suhl.

Neben den acht Sportlern aus dem Lunzenauer Ortsteil waren viele weitere mittelsächsische Athleten am Start. Der Vereinschef des SV Mühlbach, Ralf Ludwig, reiste wieder mit seiner Frau Petra in den Thüringer Wald. "Wir haben wieder ein tolles Wochenende am Rennsteig erlebt", so Ralf Ludwig, der beim Halbmarathon deutlich unter zwei Stunden blieb und auf dem 442. Gesamtrang ins Ziel kam. "Die Zeiten waren für uns in Ordnung, das Laufwetter bestens und die Organisation spitzenmäßig." Am Ziel in Schmiedefeld trafen die Mühlbacher weitere Läufer aus Frankenberg.

Auch die Rennschnecken aus Mittweida waren mit fünf Sportlern dabei. "Bei uns sind alle Teilnehmern mit ihren Zeiten zufrieden", sagt Frank Martschink, der mit seiner Frau Ines sowie Tochter Madeleine ebenfalls den Halbmarathon in Angriff nahm. Für den 51-Jährigen war es bereits die 24. Teilnahme. "Und diesmal war es beim Start in Oberhof schon so warm, dass man locker in kurzen Sachen laufen konnte."

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