Berater fiebert aus der Ferne mit

Seit dem Winter steht Steffen Ziffert den Fußballern von Germania Mittweida mit Rat und Tat zur Seite. Doch für ihn ist es schwierig, eine Partie des Landesliga-Teams zu sehen - so auch am Sonntag gegen Großenhain.

Mittweida.

Der Anfang der Zusammenarbeit zwischen Steffen Ziffert und Germania Mittweida ist gemacht: Gemeinsam mit 13 Kindern absolvierte der 54-Jährige in der vergangenen Woche ein Fußballcamp in Mittweida. Es ist Bestandteil der Zusammenarbeit zwischen Verein und dem ehemaligen Sportdirektor von Erzgebirge Aue und dem Chemnitzer FC. "Es hat allen Spaß gemacht und wir werden das Camp in den Sommerferien sicherlich wiederholen", sagt Ziffert, der derzeit in Chemnitz eine Sportagentur aufbaut. "Unser Ziel ist es, ein zuverlässiger Ansprechpartner und Wegbegleiter für junge Leistungssportler zu sein, um bei Aufgaben des alltäglichen Lebens, Lösungen zu finden. Außerdem möchte ich mit der Agentur soziale Projekte für Kinder und Jugendliche unterstützen."

In Mittweida wirkt der gebürtige Grimmaer mehr im Hintergrund. "Ich habe im Verein keine feste Position, sondern möchte den Jugendtrainern mit Rat und Tat zu Seite stehen." Neben seiner beratenden Tätigkeit für den Klub bietet Ziffert bei Germania noch eine Bewegungsschule für die Vorschulkinder an.

In der Hinrunde hat Ziffert einige Landesliga-Spiele in Mittweida besucht. "Der Verein hat sehr gute Trainingsbedingungen und geht den richtigen Weg mit Spielern aus der Region", sagt er. "Finanziell machen sie keine großen Handstände, das ist der richtige Weg." Ziffert, der aus Bad Lausick stammt und dessen Söhne Eric (beim FC Bad Lausick) und Toni (beim FC Grimma) auf Landesebene Fußball spielen, kennt Germania-Trainer Uwe Schneider aus gemeinsamen Zeiten beim damaligen SV Grimma. "Deswegen ist es für mich auch so etwas wie ein Freundschaftsdienst." Doch wie sich das Landesliga-Team entwickelt, kann er nur an den Statistiken ablesen, da er seit Februar an den Sonntagen selbst wieder an der Seitenlinie steht. Ziffert ist seitdem Trainer des Erzgebirgsligisten FV Krokusblüte Drebach/Falkenbach, der in der vergangenen Saison noch in der Landesklasse West auf Punktejagd ging. "Germania Mittweida ist ja auf einen guten Weg in Richtung Klassenerhalt und ich glaube, dass der Verein das am Ende auch schaffen wird."

Doch dafür sind noch mehr Punkte notwendig. Am Sonntag treffen die Mittweidaer (12.Platz/ 27Punkte) am Schwanenteich auf den Großenhainer FV (6./38), dem nächsten Team aus dem oberen Tabellendrittel. Aus gemeinsamen Zeiten in der Landesklasse kennen sich die beiden Mannschaften bereits gut, vor zwei Jahren stiegen die Großenhainer mit einem 1:0-Erfolg in Mittweida in die Sachsenliga auf. "Meistens haben wir gegen Großenhain nicht so gut ausgesehen", sagt der Mittweidaer Trainer Uwe Schneider. Im Hinspiel kassierte seine Mannschaft an der Röder eine deftige 0:4-Klatsche, der letzte Sieg gegen den Tabellensechsten liegt fast vier Jahre zurück. "Meine Jungs wissen, was sie erwartet", so Schneider. "Wir müssen die Räume sehr eng halten und besonders das Großenhainer Konterspiel nicht zur Entfaltung kommen lassen", sagt er. "Wir wollen den Schwung vom Auswärtssieg in Markkleeberg mitnehmen und natürlich weitere Punkte für den Klassenerhalt sammeln."

Schneider denkt, dass sein Team für ein weiteres Jahr in der Sachsenliga in dieser Saison vier Teams hinter sich lassen wird. Eines wird es auf jeden Fall sein: Am Donnerstag wurde bekannt, dass die SV Olbernhau sich bis auf Kreisebene zurückzieht. "Ich hoffe nur, dass sie sich nicht schon während der Saison von der Liga abmelden", so Schneider.

Fußball-Sachsenliga 24. Spieltag - So., 15 Uhr: Germania Mittweida - Großenhainer FV (Stadion am Schwanenteich)

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