Bergstädter freuen sich auf Schiebock

In der 3. Runde des Fußball-Sachsenpokals trifft der BSC Freiberg am Sonntag auf Regionalligist Bischofswerda - und sieht sich nicht chancenlos.

Freiberg.

An das bislang letzte Aufeinandertreffen kann sich Rico Thomas noch erinnern - tut das allerdings nicht so gern. Mit 0:4 unterlagen die Fußballer des BSC Freiberg im Juni 2015 am letzten Spieltag der Sachsenliga dem Bischofswerdaer FV. "Das waren wir komplett chancenlos", sagt der Spielertrainer des BSC Freiberg, der damals mit 16 Treffern einer der besten Torschützen in der Liga war. Anschließend stiegen die Oberlausitzer als Meister auf, der BSC hatte als Neunter zumindest den Klassenerhalt geschafft - ehe die Bergstädter zwei Jahre später die höchste sächsische Spielklasse wieder verlassen mussten.

Mit Martin Heydel, Stefan Richter, Rick Römmler, Tom Fischer und Ronny Singer sind neben Spielertrainer Thomas noch fünf Spieler von damals im aktuellen Kader der Freiberger. Aber auch Christopher Otto, Sebastian Krause, Meik Mehner und Paul Berger liefen 2014/15 für den BSC in der Landesliga auf - fast eine komplette Elf. "Die meisten von uns spielen schon seit einer gefühlten Ewigkeit zusammen", sagt Rico Thomas und schmunzelt. Genau das ist auch ein großes Plus der Freiberger - und der Teamgeist. "Wir sind eine verschworene Truppe und unternehmen auch außerhalb des Platz viel gemeinsam", sagt Thomas.

Sportlich sind die Fronten natürlich klar abgesteckt. "Der Prozentsatz, dass wir weiterkommen ist natürlich gering - aber nicht bei null", betont der Freiberger Spielertrainer. An einem sehr guten Tag seines Teams (und einem weniger guten der Bischofswerdaer) sei vielleicht trotz der drei Klassen Unterschied etwas möglich. Beim 3:0 gegen Sachsens Vizemeister Großenhain habe die Mannschaft mehr als 100 Prozent gegeben, während gegen Rapid Chemnitz sogar eine durchschnittliche Leistung zum Sieg reichte.

Das Spiel gegen Bischofswerda sei nun eine Zugabe, die man genießen wolle, so Thomas: "Wann trifft man schon mal in einem Pflichtspiel auf einen Regionalligisten." Die Gäste aus der 11.000-Einwohner-Stadt Bischofswerda, von Einheimischen und in der Umgebung nur Schiebock genannt, haben sich nach der Rückkehr in die NOFV-Oberliga Süd (nach 14 Jahren) weiter professionalisiert. In diesem Jahr gelang der Aufstieg in die Regionalliga Nordost, wo der BFV nach zwölf Spielen im Mittelfeld steht (10.).

Personell können die Freiberger am Sonntag fast ihre Bestbesetzung aufbieten. Nur Patrice Göll (verletzt) und Torwartroutinier Martin Heydel (privat) fehlen. "Wir wollen uns auf jeden Fall teuer verkaufen", sagt Rico Thomas, und das Maximum herausholen. "Dann können wir erhobenen Hauptes vom Platz gehen."

Sachsenpokal 3. Runde - So., 14Uhr: BSC Freiberg - Bischofswerdaer FV 08 (Platz der Einheit)

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...