Bergstädter klettern in Liga 5

Die Freiberger Badmintonspieler haben den Aufstieg in die Sachsenklasse geschafft. Es wurde aber noch einmal spannend.

Freiberg.

Die Badmintonspieler des ATSV Freiberg haben es geschafft. Zwar musste die Truppe um Routinier Uwe Göhler bei den Relegationsspielen um den Aufstieg in die Sachsenklasse am Wochenende in Leipzig ihre erste Saisonnieder- lage quittieren - da die Freiberger jedoch die anderen drei Spiele zu ihren Gunsten entscheiden konnten, stand am Ende mit 6:2 Platz 2 in der Vierergruppe und damit der Wiederaufstieg in die fünfthöchste deutsche Spielklasse im Badminton fest.

"Wir haben es etwas spannend gemacht, aber am Ende ist alles so gelaufen, wie wir uns das vorgestellt hatten", freut sich Göhler. Die SG Einheit Meißen, die als Vorletzter der Sachsenklasse in die Relegation musste, war klarer Favorit und wurde ihrer Rolle mit vier Siegen vollauf gerecht, berichtet die Nummer 1 des ATSV. Auch die Freiberger waren beim 2:6 chancenlos. Nur Göhler/ Liebscher im 1. Herrendoppel (21:13, 21:10) und Liebscher/Drotziger im Gemischten Doppel (22:20, 21:7) konnten ihre Spiele gewinnen. Alle anderen Duelle gingen in zwei Sätzen an Meißen - obwohl sich die Freiberger teilweise erst nach harter Gegenwehr geschlagen gaben.

Der ATSV, der sich in der Bezirksliga Dresden ungeschlagen den Titel gesichert hatte (26:2 Punkte), bekam jedoch schnell die Kurve: Nach zwei glatten 8:0-Siegen gegen den BSV Markranstädt II, der als Zweiter der Bezirksliga Leipzig in die Aufstiegsspiele gerutscht war, und den SV Grün-Weiß Weißwasser (Sieger Oberlausitzliga) waren die Chancen auf die sofortige Rückkehr in die Sachsenklasse wieder intakt. Man habe nach der Auftaktniederlage etwas umgestellt, erklärt Göhler, "was sich sofort bezahlt gemacht hat". Sandro Zaharanski, als Verstärkung aus der zweiten Mannschaft mitgereist, spielte nun mit Uwe Schieweg das 2. Herrendoppel - und beide punkteten sowohl gegen Markranstädt und Weißwasser als auch beim knappen 5:3 gegen Bräunsdorf.

Das Duell gegen den Chemnitzer Bezirksmeister SG Bräunsdorf entschied letztlich über den Aufstieg. "Das war nach Meißen die härteste Nuss", so Göhler über den Konkurrenten aus Limbach-Oberfrohna. Göhler/Liebscher (21:13, 21:9) und Schieweg/Zaharanski (21:10, 21:15) im Doppel sowie Uwe Göhler (21:16, 21:8) und Florian Honeit (18:21, 21:6, 21:14) punkteten zunächst beim ATSV, während Drotziger/Hasche im Damendoppel (16:21, 21:18, 10:21) sowie Anna Hasche (9:21, 9:21) und Marcus Gast (16:21, 21:12, 16:21) in ihren Einzeln als Verlierer vom Netz mussten. Gina Drotziger und Felix Liebscher sicherten schließlich mit ihrem knappen Sieg im Mixed (21:12, 8:21, 21:19) den Gesamterfolg und damit Platz 2.

"Im 3. Satz ist es aber noch einmal ganz schön eng geworden", atmet Göhler tief durch. Der 42-Jährige war mit drei Einzelsiegen sowie vier Erfolgen im Doppel der fleißigste Punktesammler beim ATSV in der Relegation - ebenso wie der frühere Regionalliga-Spieler in den 14 Spielen der Bezirksliga Dresden ein Punktegarant war: In 32 von 36 Duellen blieb der Routinier Sieger.

Der Aufstieg sei Krönung einer starken Saison, so Göhler. Dabei hatten die fünf Teams in der Leipziger Sporthalle an der Raschwitzer Straße zum Abschluss ein Mammutturnier zu absolvieren: Erst nach zehn Stunden standen mit Meißen und Freiberg die beiden Aufsteiger in die Sachsenklasse fest. Umso glücklicher seien alle, dass man das große Ziel geschafft habe, sagt Uwe Göhler. "Wir haben uns in Sachsen zurückgemeldet." Und bis zu den nächsten Punktspielaufgaben können die ATSV-Spieler erst einmal durchatmen: Erst Ende September geht es wieder ans Netz.

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