Blick geht Richtung Landesliga

Die Radballer von Motor Hainichen haben in der Bezirksliga einen vielversprechenden Saisonstart hingelegt. Beim Heimspieltag in zwei Wochen wollen sie weiter davonziehen.

Hainichen.

In den vergangenen Jahren ist es um die Radballer des SV Motor Hainichen ziemlich ruhig gewesen. "Doch es gibt uns tatsächlich noch", sagt der stellvertretende Abteilungsleiter Christian Zwinzscher mit einem Augenzwinkern. Mit zwei Teams gehen die Hainichener in dieser Saison in der Bezirksliga an den Start, hinzu kommt ein Duo in der Bezirksklasse. Der Start in die Spielzeit war verheißungsvoll.

Denn nach dem 1. Spieltag stehen die beiden Hainichener Mannschaft mit den Besetzungen Christian Zwinzscher und Johnny Fischer sowie Axel Egerland und Andreas Berndt beide auf den ersten Plätzen. "Wir haben beim Auftakt in Bärenwalde alle unsere Spiele gewonnen. Nur unsere zweite Mannschaft hat eine Partie verloren - gegen unsere erste", sagt Christian Zwinzscher. Gemeinsam mit seinem Partner Johnny Fischer peilt er den Aufstieg in die Landesliga an. Viele weitere Punkte beim Heimspieltag in zwei Wochen sind da natürlich hilfreich. Wie an jedem anderen Spieltag treten dann alle Teams der Liga im Modus Jeder gegen Jeden an.

Zwinzscher, der in Hainichen ein Computergeschäft betreibt, ist selbst seit circa 20 Jahren beim Radball dabei. "Zu meiner Schulzeit hing im damaligen Hainichener Gymnasium ein Aushang. Ich bin dann einfach mal zum Training gegangen und mir hat es gefallen", erinnert sich der 31-Jährige. Damals konnte er sogar noch einige Schulfreunde begeistern, die der Abteilung ebenfalls lange die Stange hielten. "Inzwischen sind wir bei uns noch neun Erwachsene und sechs Kinder, die Radball spielen." In der heutigen Zeit sei die Sportart eher unpopulär, sagt Zwinzscher. "Doch zu DDR-Zeiten wurden die Spiele sogar im Fernseher übertragen. Die ältere Generation erinnert sich bestimmt noch daran." Die Hainichener Radballer spielen nicht nur selbst aktiv, sondern reisen auch oft zu Spielen der Radball-Weltmeisterschaften. Die Strecken halten sich dabei meist in Grenzen. "Die Sportart ist besonders im Süden Deutschlands, in Österreich und in der Schweiz sehr beliebt." In diese Regionen werden die Titelkämpfe meist vergeben. "Bei der WM in Stuttgart 2016 war die Halle mit 6000 Zuschauern ausverkauft." In diesem Jahr planen die Motor-Spieler einen Ausflug zur WM nach Basel.

Christian Zwinzscher findet, dass Radball keineswegs eine statische Sportart ist. "Natürlich muss der Torwart den eigenen Kasten absichern und steht dabei erst einmal. Aber auf dem Feld passiert sehr viel." Zudem sei Radball auch eine schnelle Sportart. "Ein Viermeter, den man bei uns mit einem Elfmeter im Fußball vergleichen kann, wurde schon einmal mit 100 Kilometer pro Stunde gemessen." Und generell gehört viel Geschick, aber auch Geduld dazu, um sich überhaupt auf dem Rad bewegen zu können. "Am Anfang passiert da recht wenig und man braucht Geduld. Aber wenn man dranbleibt, merkt man beim Fahren mit den Rädern Fortschritte."

Neben den Radballern hat die Abteilung in Hainichen zudem noch sieben Einradlerinnen im Grund- und Oberschulalter. Im Wettkampfbetrieb sind diese aber nicht. "Beim Einrad gibt es ja dann verschiedene Richtungen, auf die man sich spezialisieren kann, zum Beispiel Einrad-Basketball oder Einrad-Hockey. Vielleicht wollen sich die Mädels in den kommenden Jahr ja darin ausprobieren, aber das werden wir sehen", sagt Christian Zwinzscher, der sich zunächst einmal auf viele Zuschauer am 27. Januar freut.

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