BSC-Kicker stimmen sich am Grill auf heißes Spiel ein

Für die Kicker des BSC Freiberg ist die Woche bisher gut gelaufen. Jetzt will die Elf am Sonntag zuhause im Pokalspiel eine weitere Schippe drauflegen.

Freiberg.

Der BSC Freiberg könnte am Sonntag seine englische Woche zu bergstädtischen Festspielen werden lassen. Denn nach dem unerwarteten 2:2 im Sachsenliga-Punktspiel zu Hause gegen die BSG Stahl Riesa vom Sonntag sowie dem Sieg im Sachsenpokal beim Heidenauer SV am Dienstag könnte die Elf von Trainer Kay Mattheß nun den dritten Streich folgen lassen. Am Sonntag erwartet der BSC 15.30 Uhr in der dritten Pokalrunde den Ligakonkurrenten VfB Empor Glauchau.

Möglich wurde das Pflichtspiel am Sonntag erst durch den Sieg in Heidenau, für den die Freiberger jedoch eine Sonderschicht einlegen mussten. Denn nach der regulären Spielzeit hatten beide Teams keine Tore erzielt. Und die Verlängerung war fast schon zu Ende und die Zuschauer hatten sich schon auf ein Elfmeterschießen eingestellt, als Kapitän Paul Kiontke seine Mannschaft erlöste und das Spielgerät in der 119. Minute in die Heidenauer Maschen beförderte. Dass der BSC letztlich als Sieger den Platz verließ, war nach dem Spielverlauf nicht unbedingt zu erwarten. Denn über die komplette Spielzeit waren die Heidenauer das aktivere Team und besaßen die deutlich besseren Chancen. "Wir hatten zwei Tage nach dem kräfteraubenden Spiel gegen Riesa deutliche Probleme, ins Spiel zu finden und spielten nach vorn zu ineffektiv", sagte BSC-Manager Andreas Gartner. Zum Glück für Freiberg ließen die Gastgeber viele Chancen liegen.

"Am Ende fragt aber keiner mehr, wie wir die nächste Runde erreicht haben", wollte Gartner dann hinter dem Match auch ganz schnell einen Strich ziehen. Noch im vergangenen Jahr standen sich Heidenau und Freiberg in der Sachsenliga gegenüber, doch die Ostsachsen zogen sich freiwillig in die Landesklasse zurück. Vom alten Kader war gegen den BSC nur noch ein Kicker dabei. Im Freiberger Tor gab Robin Fritzsche sein Debüt in der ersten Freiberger Mannschaft und ist damit in der Historie der "Ersten" die laufende Nummer 218 in der Liste der eingesetzten Spieler bei den Schwarz-Gelben. "Der Junge hat ein richtig gutes Spiel gemacht und in der zweiten Halbzeit durch eine starke Parade einen Rückstand verhindert",sagte BSC-Coach Kay Mattheß. Er wolle Fritzsche nun behutsam aufbauen und für die kommenden Aufgaben in der Sachsenliga fit machen.

Doch bevor es in der höchsten Spielklasse des Landes wieder um Punkte geht, steht zunächst erst einmal das Pokalspiel an. Mit Glauchau gastiert dann ein Team auf dem Platz der Einheit, das von den bisherigen zwei Liga-Punktspielen eine Partie gewann und eine verlor. Doch die Statistik ist dem Freiberger Trainer grundsätzlich egal. Denn seine Devise laute, jedes Spiel gewinnen zu wollen. Dabei kann er aber personell einmal mehr nicht aus dem Vollen schöpfen. "Es wird wieder der eine oder andere Spieler fehlen. Aber ich gehe optimistisch in die Partie." Dennoch dürfte auf die Freiberger einmal mehr ein heißes Match warten.

Den Feinschliff für die Partie holte sich das BSC-Team nach einem trainingsfreien Mittwoch gestern auf dem Platz. Und heute findet eine besondere teambildende Maßnahme statt. Denn die Truppe von Kay Mattheß versammelt sich auf dem Grundstück eines Spielers vor einem Grill und wird in gemütlicher Runde den Plan schmieden, wie auch die Glauchauer aus dem laufenden Pokalwettbewerb geworfen werden können.

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...