BSC: Trotz Nullnummer nicht unzufrieden

Die Freiberger Landesklasse-Kicker mussten sich beim Heidenauer SV mit 0:0 zufrieden geben. Dabei hatten die Gäste in letzter Sekunde den Sieg auf dem Fuß.

Freiberg.

Huub Stevens, der scheidende Trainer des FC Schalke 04, wäre sicher zufrieden gewesen: Denn trotz akuter Personalsorgen - mit Richter, Sebastian und Marcel Krause sowie zumindest in der 1.Halbzeit auch Gommlich - standen beim Punktspiel des BSC Freiberg am Sonnabend in Heidenau vier Leistungsträger nicht zur Verfügung. Am Ende trennte sich der Spitzenreiter vom Tabellenfünften 0:0 und hat mit nur 14 Gegentoren in 21 Spielen nach wie vor die beste Abwehr der Landesklasse Mitte. Mit 52Punkten wuchs der Vorsprung auf Motor Wilsdruff, der beim Vorletzten Possendorf 0:2 unter die Räder kam, sogar auf 10 Zähler.

"Wir sind auf keinen Fall unzufrieden", sagte Co-Trainer Swen Hennig, "wenngleich am Ende mehr möglich war." Wichtig sei gewesen, "dass die Abwehr stand und wir kein Gegentor kassiert haben", so der 46-Jährige, der als einziger Wechselspieler beim BSC auf dem Protokoll stand. Torwarttrainer René Partzsch, zuletzt bereits mit zwei Kurzeinsätzen, lief dagegen im Sportforum Heidenau von Beginn an auf. Ebenso Thomas Zaharanski aus der zweiten Vertretung des BSC, der mit Meik Mehner den defensiven Part im Mittelfeld übernahm. "Das war absolut okay von den beiden", lobte Co-Trainer Hennig. "Wir haben nie etwas anbrennen lassen."

Allerdings riss die Partie keinen der 50 Zuschauer von den Sitzen. Der BSC kontrollierte das Spiel, ging aber keinerlei Risiko ein. Nach Wiederbeginn wurden beide Teams etwas offensiver. Beim BSC war nun Torjäger Tommy Gommlich dabei, der aus beruflichen Gründen erst zur Pause in Heidenau eintraf. Für die gefährlichste Situation sorgten aber zunächst die Gastgeber: Ein als Flanke gedachter Ball wurde zum Torschuss und senkte sich noch an die Latte (53.). Die Gäste hatte keine nennenswerten Chancen, zumeist kam der letzte Pass zu unsauber.

In der Nachspielzeit hätte der Spitzenreiter aber noch einen Dreier einfahren können. Berger wurde bei einem Konter unfair gestoppt, nach dem anschließenden Freistoß scheiterte Löbel per Kopf. Im Nachschuss traf Gommlich aus spitzem Winkel nur den Pfosten. "Ein Dreier wäre sicher nicht unverdient gewesen", sagte Spielertrainer Rico Thomas. "Aber wir können auch mit dem Remis leben." Das sei ein weiterer Punkt für den Staffelsieg. Bitter: Kapitän Christopher Otto sah nach einer Tätlichkeit "Rot" (86.) und dürfte mindestens zwei Spiele fehlen. Co-Trainer Hennig: "Das ist sehr ärgerlich, gerade in unserer Personalsituation."

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