BSC vergibt ersten Matchball

Die Freiberger Landesklasse-Fußballer haben beim SV Wesenitztal ein 3:3-Unentschieden erkämpft. Obwohl das Remis noch nicht für den Aufstieg reicht, waren die Verantwortlichen glücklich über den Punkt.

Freiberg.

Die Aufstiegs- und Meisterschaftsfeier haben die Fußballer des BSC Freiberg vorerst vertagen müssen. Am drittletzten Spieltag der Landesklasse kamen sie nicht über ein 3:3 (0:1) beim SV Wesenitztal hinaus. Der eine Zähler wirkt für die Freiberger Spieler allerdings wie ein gewonnener Punkt, denn nach 50 Minuten lag die BSC-Elf bereits mit 0:3 hinten.

"Natürlich ist es ärgerlich, dass wir den Aufstieg nicht schon klargemacht haben. Aber nachdem wir uns noch mal so ins Spiel zurückgekämpft haben, ist keiner nach dem Abpfiff mit hängendem Kopf umhergelaufen", sagte der Co-Trainer des BSC, Swen Hennig. Dabei sah es zu Spielbeginn schon so aus, als ob die Freiberger den Sack früh zumachen würden. Doch sowohl Rico Thomas (2.) als auch Ludwig Berndt (5.) vergaben jeweils frei vor dem Tor der Wesenitztaler. "Da hätte es eigentlich schon 2:0 für uns stehen müssen und dann kassieren wir so ein unnötiges Gegentor", ärgerte sich Hennig. Denn in der 27. Minute fingen sich sie Freiberger nach einem eigenem Freistoß in der gegnerischen Hälfte einen Konter zum 0:1. Die zwei zurückgebliebenen BSC-Verteidiger sahen sich plötzlich fünf Wesenitztaler Angreifern gegenüber und auch Torhüter Christopher Hauswald war machtlos, als der Ball in seinem Gehäuse einschlug. Die Freiberger verloren nach dem Gegentreffer den Faden und konnten bis zur Pause keine Chancen mehr herausspielen.

In den ersten fünf Minuten der zweiten Halbzeit waren die BSC-Akteure dann noch im Tiefschlaf und die Heimmannschaft blieb eiskalt. Ein individueller Abwehrfehler wurde mit dem schnellen 2:0 bestraft (48.). Zwei Minuten später klingelte es schon wieder im Kasten der Freiberger. Nach einer eigenen Ecke fingen sie sich das nächste Kontertor und das Spiel war so gut wie entschieden. "Doch dann haben wir endlich den Schalter umgelegt", so Hennig, der nun einer wie ausgewechselten Mannschaft zusah, die anfing mutiger zu spielen. Nur eine Minute nach dem 0:3 präsentierte Thomas seine technischen Fertigkeiten und servierte den Ball per Hackentrick für Tommy Gommlich. Dieser nutzte den entstandenen freien Raum und schob überlegt zum 1:3 ein. Wieder nur fünf Minuten später traf Rick Gömmler (56.) nach einer schön herausgespielten Kombination am Strafraum zum 2:3-Anschlusstreffer. Die Freiberger hatten nun Blut geleckt und zogen weiter das Tempo an. In der 65. Minute wurde Thomas im Strafraum der Gastgeber vom ehemaligen BSC-Torhüter Steve Kosbab zu Fall gebracht und Stefan Richter verwandelte den anschließenden Elfmeter sicher. Die große Chance auf das 4:3 hatte zum Ende noch Rico Thomas, der eine Hereingabe von der linken Seite per Volleyschuss auf das gegnerische Tor beförderte. Diesmal blieb Kosbab der Sieger. "Aufgrund unserer personellen Lage können wir zufrieden sein", sagte Hennig. Die Aushilfskräfte aus der zweiten Mannschaft, Thomas Zaharanski und Tom Fischer, hätten ein super Spiel abgeliefert und auch der lang verletzte Ludwig Berndt habe sich gleich wieder gut zurechtgefunden. Nur mit dem Aufstieg hat es noch nicht geklappt. "Verrückt machen brauchen wir uns jetzt nicht, die Mannschaft hat genug Selbstvertrauen damit umzugehen." In zwei Wochen haben die BSC-Spieler den nächsten Matchball in der Hand.

Statistik BSC: Hauswald, Richter Berndt (61. S. Krause), Römmler, Fischer, Löbel, Zaharanski, Gommlich, Göll, Singer, Thomas - Tore: 1:0, 2:0 Leuner (27.,48.), 3:0 Schiefner (50.), 3:1 Gommlich (51.), 3:2 Römmler (56.), 3:3 Richter (65.) - Schiedsrichter: Wolter (Friedersdorf) - Zuschauer.: 106

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