BSC will Rapid mit breiter Brust stoppen

Die Freiberger Fußballer treffen im Landespokal auf Sachsenligist BSC Chemnitz - und wollen ihre Erfolgsserie fortsetzen.

Nächste Überraschung auf dem Fuß? Die BSC-Spieler um Stefan Richter wollen am Sonntag im Pokal eine Runde weiterkommen.

Von Steffen Bauer

Eigentlich müssten die Freiberger Fußballer am Sonntag mit einem ganz flauen Gefühl im Magen auflaufen. In der 2.Runde des Sachsenpokals trifft der BSC auf den BSC Rapid Chemnitz, der den Freibergern in allerschlechtester Erinnerung sein dürfte: 2015/16 und 2016/17 ging der BSC Freiberg in der Sachsenliga zuhause gegen den "Namensvettern" mit 0:5 und 1:5 unter, dazu kam vor zwei Jahren noch ein 1:5 in Chemnitz. Am Ende der Saison stieg Freiberg ab.

Alles längst vergessen, sagt Stefan Richter und lacht. Er könne sich lediglich an den 1:0-Auswärtssieg vor zwei Jahren erinnern, so der Abwehrchef des BSC. In der Spielzeit 2016/17 fehlte Richter ohnehin aufgrund eines Kreuzbandrisses. Aber auch in der Mannschaft seien die jüngsten Niederlagen gegen die Chemnitzer kein Thema. "Das spielt absolut keine Rolle. Rapid ist als Sachsenligist sicher favorisiert, aber wir haben durchaus den Anspruch, da mitzuhalten", sagt Richter.

Zudem sei das Team super in die Saison gestartet und habe damit viel Selbstvertrauen getankt, betont der 31-Jährige. Seit Juli, seit Beginn der Vorbereitung, sind die Freiberger ungeschlagen, starteten mit zwei Siegen in die jetzige Landesklasse-Saison (7:2 Tore) und hatten im Landespokal in Runde 1 Sachsens Vizemeister Großenhainer FV mit 3:0 aus dem Rennen befördert.

Das Duell mit Rapid Chemnitz sei auf jeden Fall eine spannende Aufgabe, sagt der Dresdner, der 2012 vom Sachsenligisten Einheit Kamenz nach Freiberg gekommen war. Und im Pokal sei in einem Spiel immer alles möglich. "A und O ist aber, dass wir kompakt stehen", so Stefan Richter. Das war in der Landesklasse gegen Possendorf der Fall (2:0) und über weite Strecken auch in Hainsberg (5:2) - wo Richter allerdings aufgrund einer gelb-roten Karte am 1. Spieltag nur zuschauen konnte.

Dort sei man zwar kurz von der Linie abgewichen, sagt der IT-Systemelektroniker, der Vertriebs- und Serviceleiter bei der Dresdner Canon-Niederlassung ist. "Aber die Mannschaft hat trotzdem nicht die Nerven verloren und schnell wieder die Kurve gekriegt." So habe man auch das Duell beim Vorjahresvize noch deutlich gezogen. Und: Kreuzvergleiche hinken zwar - aber Rapid Chemnitz unterlag zuletzt dem Großenhainer FV zuhause mit 0:2 ...

Sachsenpokal 2. Hauptrunde - So., 15Uhr: BSC Freiberg - BSC Rapid Chemnitz (Platz der Einheit)

0Kommentare Kommentar schreiben