Damen ohne Durchschlagskraft

Die Handballerinnen des TSV Fortschritt Mittweida mussten sich dem VfB Flöha mit 20:27 beugen. Liga-Kontrahent TSV Penig feierte auswärts einen 28:9-Kantersieg.

Mittweida/Penig.

Drei Siege, drei Niederlagen - das ist die ausgeglichene Bilanz der Handball-Damen des TSV Fortschritt Mittweida in der Bezirksklasse nach sechs Spieltagen. Am Wochenende verpassten sie durch eine 20:27 (10:15)-Heimniederlage gegen den VfB Flöha den Sprung in höhere Tabellenregionen und müssen nun aufpassen, nicht noch weiter abzurutschen.

Zu Beginn der Partie konnte sich im Mittelsachsen-Derby keines der beiden Teams absetzen. Doch gegen Ende der ersten Halbzeit zeigten die Mittweidaerinnen konditionelle Schwächen, die die VfB-Amazonen ausnutzten und sich bis zur Pause einen 15:10-Vorsprung herauswarfen. Besonders die Flöhaer Rückraumschützinnen zeigten sich gegen die lückenhafte Mittweidaer Abwehr sehr effektiv. In der zweiten Halbzeit ließ die Konzentration der Fortschritt-Damen weiter nach. Durch zahlreiche unnötige Ballverluste kamen die Gäste zu einfachen Kontertoren. Der Rückstand erwies sich für Fortschritt als zu große Hypothek, am Ende verloren die Mittweidaerinnen sogar mit sieben Toren Differenz und gehen nun angeschlagen in das nächste Derby am kommenden Samstag beim TSV Penig.

Die Penigerinnen ließen es dagegen am Wochenende richtig krachen. Beim Tabellenvorletzten, der SG Raschau-Beierfeld II, siegten die TSV-Damen klar und deutlich mit 29:8 (17:4) und sprangen damit auf den 3. Tabellenplatz. "Es war ein Duell wie David gegen Goliath", bekannte TSV-Trainer Heiko Schneider. Seine Mannschaft habe sogar noch einen höheren Sieg verpasst. "Einige der acht Gegentore waren zudem vermeidbar."

In der 2. Bezirksklasse der Männer gab es für die SG 1899 Striegistal trotz großen Kampfes diesmal keine Punkte. Die SG verlor gegen Einheit Claußnitz mit 28:32 (10:14). Mannschaftsverantwortlicher Dietmar Kowalewski bescheinigte seiner Mannschaft trotz der Niederlage eine gute Leistung. "Bezogen auf die Einstellung kann ich dem Team absolut keinen Vorwurf machen."

Dennoch war für Striegistal mehr drin. Zu viele Fehler im Angriff und ungenaue Abschlüsse luden die Gäste immer wieder zum Kontern ein. Sie lagen plötzlich mit 8:6 vorn, nachdem Striegistal zu Beginn mit 5:3 geführt hatte. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich baute Claußnitz den Vorsprung bis zur Pause auf 14:10 aus. In der zweiten Halbzeit gelang den Gastgebern der Anschluss zunächst nicht. Claußnitz zog gar auf 21:15 davon. Doch mit einem 7:3-Lauf verkürzte Striegistal nochmals auf 22:24. Bis zum 26:28 blieb die Partie offen, in der Schlussphase verhinderten aber mehrere Zeitstrafen für Striegistal eine Überraschung. Erst am 19. November steht für das Team von Spielertrainer Mario Donner nun das nächste Spiel an. Dann gastiert die SG bei Sachsen Werdau II.

In der Handball-Kreisliga ist der TSV Fortschritt Mittweida II auf dem Vormarsch. Das Team besiegte den VfL Waldheim III klar mit 36:19 (19:8). Die Partie war im Prinzip schon nach zwölf Minuten entschieden: Da führte die Fortschritt-Reserve bereits mit 12:2. Danach bauten die Mittweidaer den Vorsprung weiter aus, der Heimsieg geriet zu keiner Zeit in Gefahr. Mit diesem Erfolg rückten sich die Mittweidaer auf Platz 2 der Tabelle und gehen auf Tuchfühlung zum TSV Penig, die momentan noch zwei Punkte vor der Mittweidaer Bezirksliga-Reserve stehen. Penig gewann bei Rotation Borstendorf knapp mit 15:14 (9:9). Die Peniger lagen zu Beginn 3:7 zurück, kämpften sich bis zur Pause aber wieder heran. In der zweiten Halbzeit sorgte Daniel Schindler im Peniger Tor, der 20 Minuten lang keinen Treffer kassierte, dafür, dass der TSV nun als Tabellenführer ins Spitzenspiel gegen Fortschritt geht. (mit mhar/dom/gbö) Zahlen

Bewertung des Artikels: Noch keine Bewertungen abgegeben
0Kommentare
Um zu kommentieren, müssen Sie angemeldet und Inhaber eines Abonnements sein.



    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus. An alle Adblocker

    Bitte schalten Sie ihren AdBlocker aus.
    Mehr erfahren Sie hier...