"Das dürfte ein Spagat werden"

Der Rahmen für die neue Handball-Saison steht. Auf die Männer der HSG Freiberg könnte ein Mammutprogramm warten.

Freiberg/Mittweida.

Die Oberliga-Handballer der HSG Freiberg sind zwar noch in der Warteschleife, was diese Saison betrifft, dennoch nimmt die neue Spielzeit in der vierthöchsten deutschen Spielklasse konkrete Formen an. 21 Mannschaften haben nach Abschluss der Frist am 15. April ihre Meldung für die Mitteldeutsche Oberliga abgegeben - darunter alte Bekannte, mit denen die HSG-Dachse seit Jahren nicht mehr die Klingen gekreuzt haben. Zu den 14Teams dieser Saison (die immer noch auf eine Entscheidung über Abbruch oder Fortsetzung der Punktspiele warten) gesellen sich für 2020/21 der HC Glauchau/Meerane, der ZHC Grubenlampe, Grün-Weiß Wittenberg-Piesteritz, Rot-Weiß Staßfurt, der Sonneberger HV, der SV Hermsdorf und Drittligist HC Elbflorenz II.

"Wahnsinn", staunt HSG-Geschäftsführer Stefan Lange. "Aber das wäre natürlich ein überaus interessantes Feld und würde viel Spaß machen." Er geht aber nicht davon aus, dass die Oberliga in dieser Größe gespielt wird. "Das wäre eine Riesenbelastung für die Spieler", sagt Lange. Der Umfang mit 40 Spieltagen sei im Profibereich machbar, "für Amateure jedoch völlig unrealistisch", sagt der HSG-Manager. Er hält aber eine Aufstockung um zwei Teams und damit eine 16er-Staffel, wie sie auch schon diskutiert wurde, für denkbar und die optimale Lösung. Auf jeden Fall stünden die Verantwortlichen der AG Spieltechnik und der drei Landesverbände Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen jetzt vor einer schweren Entscheidung, sagt Lange. "Das dürfte ein Spagat werden."

Auch in den anderen Ligen sind die Meldungen für die neue Spielzeit erfolgt. Aus der Region wollen - so die Saison 2020/21 aufgrund der Corona-Krise planmäßig über die Bühne gehen kann - 61Teams auf Torejagd gehen, fünf davon auf Landesebene. Die Frauen des SV Rotation Weißenborn als Flaggschiff im Damenbereich haben wieder für die Sachsenliga gemeldet, im Nachwuchsbereich ist die HSG mit zwei Teams dabei. Die Rotation-Männer und die HSG Freiberg II, die sich in der abgebrochenen Saison zu Spitzenteams gemausert hatten, sind erneut in der Verbandsliga dabei.

Im Spielbezirk Chemnitz haben die Herren aus Mittweida, Oederan und Niederwiesa für die Bezirksliga gemeldet. Während Mittweida als Tabellensechster gesichert ist und auch die Oederaner nach der Quotientenregel die Klasse halten dürften, muss der SV Grün-Weiß Niederwiesa als Vorletzter noch bangen. Die Damen des HV Oederan stehen in der Bezirksklasse auf dem letzten Platz, bleiben aber in der Staffel, in der sich auch der TSV Mittweida, der BSC Rochlitz und Rotation Weißenborn II befinden. "Es wird mangels teilnehmender Mannschaften keine Absteiger geben", erklärt Jürgen Bengel, der Chef der Technischen Kommission. Die Damen des VfB Flöha und des TSV Penig sind in der Meldeliste noch in der Kreisliga zu finden, haben aber die Chance, in die Bezirksklasse aufzusteigen. "Wir wollen nach oben und warten nun auf die Bestätigung", sagt VfB-Trainer Mirko Huster.

Am heutigen Mittwoch will das Präsidium des Handball-Verbandes Sachsen aber zunächst entscheiden, wie die alte Saison auf Landes- und den untergeordneten Ebenen gewertet wird. Die Verantwortlichen aus den Spielbezirken und -kreisen sowie der Sachsen- und Verbandsligen haben sich in einer Umfrage dafür ausgesprochen, bei der Erstellung der Abschlusstabellen wie in den Bundesligen die sogenannte Quotientenregel anzuwenden.


Handball in Mittelsachsen: Meldungen aus der Region für die einzelnen Spielklassen 2020/21

Stand nach Meldeschluss

Mitteldeutsche Oberliga Männer

HSG Freiberg

Sachsenliga Frauen

SV Rotation Weißenborn

Verbandsliga Männer

HSG Freiberg II

SV Rotation Weißenborn

Sachsenliga männliche Jugend B

HSG Freiberg

Sachsenliga männliche Jugend C

HSG Freiberg

Bezirksliga Männer

TSV Fortschritt Mittweida

HV Oederan

SV Grün-Weiß Niederwiesa

1. Bezirksklasse Männer

HSG Freiberg III

HSG Rochlitz/Geringswalde

1. Bezirksklasse Frauen

BSC Motor Rochlitz

SV Rotation Weißenborn II

TSV Fortschritt Mittweida

HV Oederan

Kreisliga Frauen

Geringswalder HV

SV Rotation Weißenborn III

TSV Penig

VfB Flöha

Kreisliga Männer

SV Rotation Weißenborn II

TSV Fortschritt Mittweida II

HSG Striegis

Kreisklasse Männer

SV Niederwiesa II

VfB Flöha

Bezirksliga männliche Jugend A

SV Grün-Weiß Niederwiesa

Bezirksliga männliche Jugend B

SV Grün-Weiß Niederwiesa

SV Rotation Weißenborn

Bezirksliga weibliche Jugend B

SV Rotation Weißenborn

Bezirksliga männliche Jugend C

SV Rotation Weißenborn

TSV Fortschritt Mittweida

Bezirksliga weibliche Jugend C

SV Rotation Weißenborn

Bezirksliga männliche Jugend D

SV Rotation Weißenborn

HSG Freiberg

Bezirksliga weibliche Jugend D

VfB Flöha

Kreisliga männliche Jugend B

TSV Fortschritt Mittweida

Kreisliga weibliche Jugend B

TSV Penig

Geringswalder HV

VfB Flöha

HV Oederan

Kreisliga männliche Jugend C

SV Grün-Weiß Niederwiesa

Kreisliga weibliche Jugend C

TSV Penig

VfB Flöha

Kreisliga männliche Jugend D

SV Grün-Weiß Niederwiesa

TSV Penig

Geringswalder HV

VfB Flöha

Kreisliga gemischte Jugend D

HV Oederan

TSV Fortschritt Mittweida

Geringswalder HV

Kreisliga gemischte Jugend E

HSG Freiberg

SV Rotation Weißenborn

SV Rotation Weißenborn II

SV Grün-Weiß Niederwiesa

TSV Fortschritt Mittweida

TSV Penig

VfB Flöha

Geringswalder HV

Kreisliga gemischte Jugend F

HSG Freiberg

HV Oederan

Geringswalder HV

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