Dauerläufer freuen sich aufs Jubiläum

Frank Zwinzscher aus Mittweida und Matti Herrmann aus Frankenberg haben bislang bei allen Landkreisläufen die Laufschuhe geschnürt. Auch bei der 25. Auflage stehen sie mit ihren Staffeln am Start. Die Organisatoren erwarten zudem einen neuen Rekord.

Mittweida/Freiberg.

Wenn am kommenden Sonnabend in Mittweida der Startschuss für die 25. Auflage des Landkreislaufes fällt und über 1000 Aktive an den Start gehen, sind gerade einmal zwei darunter, die alle bisherigen Landkreisläufe bestritten haben. Frank Zwinzscher von den Rennschnecken des TSV Fortschritt Mittweida und Matti Herrmann von der SG Vorwärts Frankenberg sind die beiden Dauerbrenner, die seit 1993 sozusagen zum Bestand gehören.

Frank Zwinzscher war sogar einer der Ersten überhaupt auf der Strecke. "Ich war 1993 beim ersten Landkreislauf in Hainichen der Startläufer bei der Staffel des TSV Fortschritt Mittweida", erzählt der 65-Jährige. Damals sorgte er sofort für die Führung in seines Teams - "und die haben wir bis zum Schluss nicht mehr hergegeben", erinnert sich Zwinzscher an den Start-Ziel-Sieg der Mittweidaer. Auch in der kommende Woche geht er nun wieder mit der Staffel der Rennschnecken Mittweida, einer Laufgruppe beim TSV Fortschritt, auf die Strecke. "Ich werde diesmal die 3,5Kilometer in Angriff nehmen. Die langen Kanten sind unseren jüngeren Läufern vorbehalten", schmunzelt Zwinzscher.

Der ehemalige Sportlehrer gibt zu, dass er beim ersten Landkreislauf sofort von der Atmosphäre infiziert worden sei. "Alle Verantwortlichen haben über die Jahre etwas Großartiges für die gesamte Region geschaffen, und natürlich hat eine Staffel immer einen besonderen Reiz", sagt er. Deshalb habe er früher jahrelang auch stets eine Schülerstaffel beim Landkreislauf ins Rennen geschickt, in der er selbst mitlief. "Meine Staffeln sind immer unter die besten 20 gekommen", sagt Frank Zwinzscher stolz. 2001 wurde sein Team der Bernhardt-Schmidt-Schule Fünfter, der "absolute Knaller" sei aber 2012 der 8. Platz mit der Fichte-Oberschule in Freiberg gewesen. "Damals war der Landkreis schon größer geworden und mehr Konkurrenz auf der Strecke", erzählt Zwinzscher, der seit 2013 wieder für den TSV Fortschritt beim Landkreislauf antritt.

Dass die Veranstaltung zur Jubiläumsauflage in Zwinzschers Heimatstadt zurückkehrt, ist für ihn natürlich eine besondere Motivation. "Die Strecken kenne ich natürlich und laufe sie nun auch immer beim Training ab", sagt der Mittweidaer. "Aber ganz besonders freue ich mich darauf, endlich im neuen Mittweidaer Stadion laufen zu können."

Zwei Landkreisläufe sind Frank Zwinzscher neben der Premiere besonders in Erinnerung geblieben. "Im vergangenen Jahr musste man sich in Frauenstein an einem langen Berg die Kräfte sehr genau einteilen", sagt er. Außerdem blickt er auf den Lauf 2006 zurück, der in Mohsdorf bei Burgstädt stattfand. "Damals war Mohsdorf praktisch über Nacht abgesoffen. Feldwege und Wiesen standen unter Wasser, und die Sportler mussten bei Temperaturen um den Gefrierpunkt auf die Strecke gehen."

Solche Witterungsbedingungen müssen die Teilnehmer am kommenden Samstag wohl nicht befürchten. Die Wettermodelle sagen Temperaturen im niedrigen zweistelligen Bereich voraus. Auch für den zweiten Dauergast beim Landkreislauf ist das kein Problem. "Ich war ja in Mohsdorf auch dabei, und das war schon ein Höhepunkt, dort im Matsch und Schlamm zu laufen", sagt Matti Herrmann von der SG Vorwärts Frankenberg.

Wie in den Jahren zuvor tritt er mit seiner Staffel "Die Stolpertruppe" - die ebenfalls alle Landkreisläufe in unterschiedlicher Besetzung erlebt hat - an. "Wir sind bereits in der heißen Vorbereitungsphase auf die Freiluftsaison und nutzen den Lauf zum Training", sagt der Leichtathlet, der Anfang Mai bei den Mitteldeutschen Mehrkampfmeisterschaften startet. Auch für ihn macht die Staffel den Charakter des Landkreislaufs aus. "Die Läufer werden super angefeuert und der Teamgedanke steht im Vordergrund", so der 33-Jährige.

Bis morgen können sich noch Sportler für den Landkreislauf anmelden. Nachmeldungen sind auch am Veranstaltungstag möglich. "Allerdings können wir dann keine T-Shirts mehr für die Teilnehmer zur Verfügung stellen", sagt Organisator Sylvio Christ vom Kreissportbund Mittelsachsen. Für den Hauptlauf haben sich bisher 105 Staffeln angemeldet. "Wenn alle teilnehmen, wäre das neuer Rekord", so Christ.

Diesen hat bisher Rochlitz inne, wo 2005 103 Staffeln starteten. Auch die "Freie Presse" wird nächste Woche eine Staffel ins Rennen schicken. Für die Läufe im Rahmenprogramm haben bislang 20 Kita-Staffeln sowie 25 Grundschul- und Vereinsstaffeln gemeldet. Für die Läufe seien nächste Woche aber noch problemlos Anmeldungen möglich, sagt der KSB-Mitarbeiter.

www.ksb-mittelsachsen.de

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