Daumen hoch für Youngster

Beim Flöha-Pokal landeten zwei Nachwuchsfahrer des MC Flöha ganz vorn. Beide haben zudem den gleichen Traum.

Flöha.

Rico Näther, der Chef des Motorsportclubs Flöha, konnte sich nach dem Finale der Flöha-Pokalserie auf dem Motocross-Gelände im Flöhaer Vogeltal gleich in doppelter Hinsicht zurücklehnen. Auf der einen Seite verlief das Saison-Halali auf der rund 1500 Meter langen Strecke aus organisatorischer Sicht nahezu problemlos, andererseits setzten die Sportler des gastgebenden Clubs auch sportlich Akzente.

Knapp 100 Fahrer lieferten sich packende Duelle auf der Strecke. In der Klasse Youngster fuhr der 16-jährige Marc Jäkel vom MC Flöha vor seinem Teamkollegen Lukas Klotz (17) auf Platz 1 der Gesamtwertung. Beide fahren schon seit 13 Jahren beim MC Flöha und starteten in diesem Jahr zum siebenten Mal bei der Flöha-Pokal-Serie. Beide Fahrer trainieren zweimal pro Woche zusammen und fordern sich sowohl im Training als auch im Rennen heraus. In Flöha hatte Klotz, der auch gern angeln geht, den ersten Wertungslauf gewonnen. Jäkel fuhr im zweiten Umlauf als Erster über die Linie. Am Ende gewann Marc Jäkel auch die Gesamtwertung. Dabei kam ihm sicherlich auch entgegen, dass sein Rivale Lukas Klotz, der in Falkenau wohnt, bei einem Rennen gefehlt hatte.

"Ich bin bislang schon in den Klassen bis 50, 65 und 85 Kubikzentimeter sowie MX2 gefahren", berichtet Lukas Klotz nach dem Rennen. Zu seinen größten Erfolgen zählt er den 4. Platz bei den Sachsenmeisterschaften in der Klasse MX. Auch der Flöhaer Marc Jäkel feierte schon einige Erfolge, darunter den Sieg in der Klasse bis 85 ccm in der Flöha-Pokal-Serie 2015. Beide Fahrer träumen von einer großen Motorsportkarriere, gern würden sie auch mal in den USA Motorrad fahren. Dennoch gibt es laut Jäkel ein Motto: "Immer schön auf der Maschine sitzen bleiben!"

Doch nicht nur die beiden Talente erkämpften für den MC Flöha Podestplätze. Paul Erhardt gewann in der Klasse bis 65 ccm, Tom Junghänel war in Flöha Schnellster in der der MX2 und Rico Ronge hatte in der Freien Technik die Nase vorn. Einmal mehr zeigten die Seitenwagen-Haudegen Dirk Beutler und Lutz Ebert, dass sie auf ihrer Classic-Maschine nach wie vor gut unterwegs sind. Auch sie mischten in Flöha vorn mit und standen in der Endabrechnung auf dem Podest ganz oben.

Trotz des Regens pilgerten viele Zuschauer ins Vogeltal, um sich die Rennen anzuschauen. So wie Antje Köhler (40) aus Chemnitz. Sie kommt seit 13 Jahren zum Motorsport. "Wir sind meist im Raum Zschopau unterwegs. Vielleicht müsste man das Rennen in Flöha noch mehr publik machen." - "Am Wochenende konnten wir den Fahrern wieder eine Superstrecke mit viel Grip anbieten", sagte Vereinschef Näther, der sich bei den Helfern des MV Leubsdorf sowie des MSV Hainichen für die Unterstützung bedankte. "Der Nachteil in diesem Jahr war, dass zeitgleich noch sechs andere Rennen in Sachsen stattfanden. Dennoch sind wir mit der Veranstaltung sehr zufrieden."

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