Der Kampf mit den Nerven

Fünf Spiele, nur ein Sieg: der Saisonstart der Mittweidaer Handballdamen ist schleppend verlaufen. Entscheidend ist oft der Kopf gewesen.

Mittweida.

Es ist nicht so, dass die Handballerinnen des TSV Fortschritt Mittweida in den bisherigen Spielen der 1. Bezirksklasse chancenlos waren. "Wir haben bis auf die Partie in Annaberg immer gut mitgehalten", schildert Sabine Podzimek, die Trainerin der Fortschritt-Damen. Aber sie weiß auch, warum ihre Spielerinnen das bisher nicht in Punkte ummünzen konnten. Es fehle noch das spielerische Element, ebenso die Sicherheit am Ball, erklärt Podzimek.

Dazu habe ihre Sieben oftmals Probleme mit den eigenen Nerven. Wie auch bei der 19:21-Niederlage gegen Weißenborn II, als die Mittweidaerinnen zehn Minuten vor Schluss mit zwei Toren führten - dann aber den Vorsprung aus der Hand gaben. "Wenn der Faden einmal weg ist, brechen wir auseinander", sagt die TSV-Trainerin. Auch in der Offensive hapert es bei Fortschritt: durchschnittlich nur 18 Tore pro Partie. Die Trainerin kennt das Problem. "Wir erarbeiten uns ja Möglichkeiten, scheitern aber noch zu oft an unseren Nerven." Man werde jetzt vermehrt Würfe ins Training integrieren, um die Torausbeute zu verbessern, erklärt Sabine Podzimek. In der Defensive sehe sie dagegen kaum Handlungsbedarf. "Da stehen wir mittlerweile ganz gut."

Unterstützung erhält die Trainerin der Fortschritt-Sieben seit kurzer Zeit von den Männern des Vereins. Sven Kunath, Torwart beim Tabellenzweiten der Bezirksliga, unterstützt Sabine Podzimek im Training. "Wir teilen uns da rein und machen viel zusammen", erläutert sie. "Er bringt viel Erfahrung mit und auch jede Menge neue Ideen."

Für die Fortschritt-Damen geht es Ende Oktober bei der HSG Langenhessen/Crimmitschau weiter, die auch erst einmal gewann. Das Ziel ist für Sabine Podzimek klar: "Wir müssen uns endlich belohnen und ein Spiel über die Bühne bringen."

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