Derby verspricht Hochspannung

In der Fußball-Landesklasse steigt am Sonntag die Partie zwischen dem SV Lichtenberg und dem BSC Freiberg. Im Duell zwischen Aufsteiger und Meister scheinen die Rollen im Vorfeld vertauscht zu sein.

Lichtenberg/Freiberg.

Mit einem Schnitt von mehr als 160 Fans sind die Landesklasse-Fußballer des SV Lichtenberg bislang unangefochtener Spitzenreiter, was die Zuschauergunst in ihrer Liga in dieser Saison betrifft. Manuel Kluge, der Trainer des SVL, hofft, dass es am Sonntagnachmittag vielleicht noch ein paar mehr sein werden. Denn am 7. Spieltag der Staffel Mitte empfangen die Lichtenberger den BSC Freiberg zum mit Spannung erwarteten ersten Derby seit Jahren.

"Auch der letzte Lichtenberger dürfte inzwischen Bock auf die neue Liga bekommen haben", sagt Kluge mit einem Schmunzeln. Denn der Aufsteiger ist nicht nur wieder in der Landesklasse angekommen - mit 12Punkten steht der SVL aktuell auf Rang 3 der Tabelle - nur vier Zähler hinter Spitzenreiter Hainsberger SV (16), aber sechs Punkte sowie sechs Plätze vor dem mittelsächsischen Rivalen BSC (9./6).

Dennoch weist Kluge die Favoritenrolle weit von sich. "Wir freuen uns auf das Spiel und sind bereit, sind aber sicherlich nicht der Favorit. Und wir stehen auch nicht unter Zugzwang", betont der 29-Jährige. Freiberg laufe seinen eigenen Ansprüchen in dieser Saison bislang hinterher und müsse deshalb gewinnen, so Kluge. "Wir wollen gewinnen." Die individuelle Klasse des Kaders spreche aber für den BSC, der zudem immer noch der amtierende Meister der Staffel Mitte sei, erinnert Manuel Kluge. Nach dem überraschenden 4:1 bei Stahl Freital - vor der Saison als Mitfavorit gehandelt - seien jetzt jedoch alle in seinem Team heiß auf das Duell gegen Freiberg - zumal die halbe Lichtenberger Mannschaft schon einmal im BSC-Trikot gespielt hat.

"Wir haben unsere Aufgaben bislang sehr gut gelöst und wollen das natürlich auch weiterhin", sagt der SVL-Coach. Zudem entspannt sich die personelle Situation beim Aufsteiger. Zur Erfolgself der Vorwoche stoßen auf jeden Fall Dominik Stehr und Godo Manolaj, die in Freital aus beruflichen Gründen fehlten, dazu.

Auch beim BSC Freiberg wird die Liste der Ausfälle langsam kürzer. Beim 7:1 gegen Pirna-Copitz II, mit dem die Freiberger ihre Serie von drei Niederlagen eindrucksvoll beendeten, saßen fünf Spieler auf der Reservebank. Die Mannschaft brenne auf das Derby, sagt Patrick Löbel. Der Innenverteidiger, der sich seit dem 1. Spieltag mit einer Rippenverletzung herumplagt, hatte gegen Pirna noch auf eine Einwechslung verzichtet, hofft aber nun auf einen Einsatz in Lichtenberg.

Der SV Lichtenberg sei bislang sehr stark aufgetreten, lobt BSC-Spielertrainer Rico Thomas den Kontrahenten. Vor allem die mannschaftliche Geschlossenheit des Aufsteigers beeindrucke ihn. "Nur wenn wir ebenso geschlossen auftreten, können wir etwas mitnehmen", so Thomas. Das 7:1 gegen Pirna sei hoffentlich ein Signal gewesen. "Wir haben gezeigt, dass wir gut Fußball spielen können - wenn alle 100 Prozent geben", so der Coach.

Zuletzt hatten sich beide Mannschaften 2011/12 in der damaligen Bezirksliga Mitte gegenübergestanden. Im Hinspiel in Freiberg gab es ein 1:1, im Rückspiel setzte sich der BSC dann in Lichtenberg mit 5:1 durch - und stieg am Ende der Saison auch in die Sachsenliga auf. Der SVL schaffte als Zwölfter damals zumindest den Klassenerhalt.

Landesklasse Mitte 7. Spieltag - So., 15Uhr: SV Lichtenberg - BSC Freiberg (Sportplatz Trassenweg)

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