Dicker Brocken für den HSV

Die Hennersdorfer Volleyballer haben sich im Kampf gegen den Abstieg in der Sachsenklasse noch nicht abgeschrieben. Das erste Spiel der Rückrunde führt das Schlusslicht jedoch gleich zum Spitzenreiter.

Hennersdorf/Freiberg.

Für die Volleyballer des Hennersdorfer SV ist es vor dem Rückrundenstart in der Sachsenklasse am Samstag in Markkleeberg kaum möglich, richtig durchzuatmen. Denn das Team von Spielertrainer Udo Haußmann steckt nach der Hinrunde mit 6Punkten als Schlusslicht im Tabellenkeller der West-Staffel fest. "Es sind nur drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz und somit ist noch nichts entschieden", sagt der HSV-Übungsleiter. Dennoch habe er den Blick für die Realität nicht verloren.

Haußmann ist der Meinung, dass die zwei Absteiger schließlich aus dem Trio kommen werden, das derzeit am Ende des neunköpfigen Klassements zu finden ist. Während Textima Süd Chemnitz als Drittletzter bisher neun Zähler erspielte, ist der SVEinheit Borna nach acht absolvierten Partien mit dem HSV punktgleich.

Bei der Analyse der eigenen sportlichen Situation gibt sich Haußmann sachlich. "Sicherlich ist unser Team in der aktuellen Zusammensetzung über den Zenit hinweg - neue und vor allem konkurrenzfähige Spieler klopfen in unserem Dorf nicht gerade reihenweise an die Sporthallentür, um bei uns mitzumachen", sagt der Spielertrainer. Zugleich bemüht er die Statistik. In den drei Jahren in der Sachsenklasse habe seine Mannschaft 16 Siege eingefahren, doch gegen ihre Lieblingsgegner können die Hennersdorfer in dieser Spielzeit keine Punkte holen. "Acht von den Siegen verbuchten wir gegen Plauen-Oberlosa sowie Turbine Leipzig, die mittlerweile abgestiegen sind", so Haußmann.

Zudem hätten die anderen Mannschaften personell weiter aufgerüstet. Unabhängig davon habe der HSV nun noch achtmal die Chance, Punkte einzufahren. "Das wir das am Samstag gerade beim Tabellenführer in Markkleeberg schaffen, wäre aber sicherlich zu optimistisch gedacht", so Haußmann.

Die Volleyballer des 1. VV Freiberg (5. Platz/11 Punkte) starten dagegen mit einem Heimspieltag in die Rückrunde - und haben dabei ein ambitioniertes Programm zu erledigen. Am Sonnabend ab 14 Uhr sind der bärenstarke Aufsteiger SV Reudnitz II (2./15) und der SV Chemnitz Harthau II (6./10) am Freiberger Schachtweg zu Gast.

Vereinschef Frank Kempe, der die Veranstaltung wie gewohnt eröffnen und am Ende den besten Spieler küren wird, traut seinen Männer aber einiges zu: "Die Mannschaft ist nach holprigem Start in Schwung gekommen." Mit 11Punkten liegen die VVF-Männer als Fünfte genau in der Mitte der Staffel West. Mit glatten 3:0-Siegen gegen Textima Süd, Borna sowie den mittelsächsischen Rivalen aus Hennersdorf hat sich das Team um Spielertrainer Mario Richter ein Polster von fünf Zähler auf die Abstiegsränge geschaffen.

"Wenn wir auch am Ende der Saison dort stehen, wäre ich sehr zufrieden", sagt der 54-jährige Vereinschef. Die Mannschaft müsse sich auch in der zweiten Saisonhälfte auf keinen Fall verstecken, sagt Routinier Daniel Kunze. "Das Mittelfeld der Liga ist hart umkämpft, da kann an einem guten Tag jeder jeden schlagen - wir auch."

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